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PROJEKTE 2007: Zukunftswerkstatt

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4. Workshop

Was ist eine Zukunftswerkstatt?

Die Zukunftswerkstatt ist eine von den Zukunftsforschern Robert Jungk, Rüdiger Lutz und Norbert R. Müllert begründete Methode, die Phantasie anzuregen, um mit neuen Ideen Lösungen gesellschaftlicher Probleme zu entwickeln. Eine Zukunftswerkstatt eignet sich besonders für Teilnehmer, die wenig Erfahrung mit Prozessen der kreativen Entscheidungsfindung haben, wie beispielsweise Kinder oder Jugendliche. Allerdings bedarf sie einer intensiven Vorbereitung und Betreuung durch geschulte Moderatoren. Sie wird z.B. in der Stadtplanung eingesetzt, um die Bürger an bestimmten Planungen zu beteiligen.

Quelle und weitere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Zukunftswerkstatt

Zukunftswerkstatt Heinersdorf

Perspektiven sammeln in der ZukunftswerkstattAm 25.11.2006 fand eine Zukunftswerkstatt im Kulturzentrum Brotfabrik statt. Heinersdorferinnen und Heinersdorfer aus unterschiedlichen Alters- und Bevölkerungsgruppen haben an diesem Workshop teilgenommen. Nach einem gemeinsamen Frühstück wurden nicht nur Visionen ersponnen, sondern auch konkrete Ideen für Heinersdorf gesammelt.

Zum einen ging es um die stadtplanerische Entwicklung unseres Stadtteils, zum anderen aber auch um ein intensiveres Miteinander aller Heinersdorfer.

 

Auswertung Zukunftswerkstatt: „Zukunft in Heinersdorf“ im November 2006

Zukunftswerkstatt HeinersdorfAm 25.11.2006 fand auf Anregung der Initiative „Heinersdorf, öffne Dich“ eine Zukunftswerkstatt für Heinersdorfer Bürger und Bürgerinnen statt, die vom Mobilen Beratungsteam „Ostkreuz“ der Stiftung SPI organisiert und durchgeführt wurde.

Teilgenommen haben sowohl Einzelpersonen als auch Vertreter/innen verschiedener Heinersdorfer Initiativen, um gemeinsam über Heinersdorf nachzudenken und Ideen und Visionen für den Ortsteil zu entwickeln.

Um 9 Uhr wurde mit einem kleinen Frühstück begonnen, das vorab von den Veranstaltern vorbereitet wurde. Um 10 Uhr war der offizielle Beginn.

Die Moderatoren stellten zunächst die Methode der Zukunftswerkstatt und Ziele für den Vormittag vor und benannten die zentrale Fragestellung der Zukunftswerkstatt: Wie kann Heinersdorf attraktiv(er) und lebenswert(er) gestaltet werden?

In einer ersten Kritikphase hatten die Teilnehmer/innen dann die Möglichkeit, in einem Mind-Map festzuhalten, was ihnen an Heinersdorf nicht gefällt und welche Entwicklungen – positiver wie negativer Natur – zukünftig auf Heinersdorf zukommen. Es kristallisierten sich einige Punkte heraus, die mit der fehlenden Infrastruktur und der mangelhaften Stadtentwicklungsplanung zu tun hatten.

In der Priorisierungsphase wurden insbesondere das fehlende Gesamtkonzept in der Stadt- und Umweltplanung, Defizite in der Infrastruktur, das Fehlen eines echten Dorf- bzw. Stadtzentrums. Darüber hinaus wurde ein Fehlen von sozialen und kulturellen Treffpunkten und einer Heinersdorfer Identität bemängelt.

Im zweiten Schritt, der Utopiephase, sollten die Teilnehmer/innen in Kleingruppen Geschichten entwickeln, wie sie sich Heinersdorf im Jahr 2020 vorstellen. Anschließend stellten die einzelnen Gruppen dem Plenum Ihre jeweilige Utopie vor.

In einer Auswertungsrunde wurde die Idee einer einheitlichen Struktur für Heinersdorf positiv bewertet, dies beinhaltete u.a. die Etablierung eines ehrenamtlichen Bürgermeisters oder eines Bürgerbeauftragen für Heinersdorf. Der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung und Transparenz in der Politik wurde von allen Teilnehmer/innen thematisiert und in diesem Zusammenhang über die Einrichtung eines Bürgerbüros nachgedacht. Der Bürgerbeauftragte könne dabei als Bindeglied zwischen Heinersdorfer Bürger/innen und dem Bezirksamt und der BVV fungieren.

Eine der Visionen bezog sich auf eine Verbesserung des Wohngebietes, indem ein Naherholungsgebiet für Besucher/innen aus den Bezirken Mitte und Prenzlauer Berg geschaffen wird: Heinersdorf als Schnittstelle zwischen Stadt und Land.

Anschließend wurden unter der Fragestellung „Was muss sich verändern in Heinersdorf?“ Ideen für Projekte und gemeinsame Initiativen gesammelt. Danach konnten die Teilnehmer/innen gewichten, welche Ziele besonders relevant für sie persönlich sind Schaffung von verschiedenen Orten der Begegnung, Stadt- bzw. Dorfentwicklung und die Frage der Straßenbahnanbindung.

In einem letzten Schritt ging es um die Übernahme von Verantwortung. Die Teilnehmer/innen konnten sich überlegen, inwieweit sie als Ansprechpartner für ein Projekt zur Verfügung stehen wollten oder schon erste Schritte unternehmen könnten. Erste Aufgaben wurden verteilt, einige Teilnehmer/innen erklärten sich bereit, Kontakt zum Bezirksamt aufzunehmen. Dabei soll geklärt werden, inwieweit Überlegungen oder Konzepte seitens des Bezirksamtes zu einigen aufgeworfenen Fragen bereits existieren.

Insgesamt herrschte Konsens, dass die Zukunftswerkstatt Auftakt zur Weiterentwicklung verschiedener Projektideen sein soll. Bei einem zweiten Treffen Ende Januar oder Mitte Februar sollen die Ergebnisse konkretisiert werden. Deutlich wurde der Wunsch, im kommenden Jahr eine Zukunftskonferenz für Heinersdorf zu organisieren, damit mehr Bürger angesprochen und involviert werden können.

2. Workshop

Die zweite Runde der Zukunftswerkstatt hat am 20.01.2007 in der Jugendfreizeiteinrichtung Mahlerstraße stattgefunden.

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir weitere interessierte Heinersdorferinnen und Heinersdorfer für unsere Arbeit gewinnen konnten. Für Sachfragen zum Thema Verkehr stand uns Herr Schülke aus der BVV Pankow zur Seite.

Gesplittet in drei Arbeitsgruppen Verkehr - Natur - Kultur haben wir unsere Visionen aus dem ersten Workshop konkretisiert und weiter entwickelt.

3. Workshop

Der dritte und voerst letzte Workshop fand am Samstag, 3. Februar 2006, in der Jugendfreizeiteinrichtung Mahlerstraße statt. In dieser Abschlussrunde wurden die Ergebnisse aus den drei Arbeitsgruppen Gartenstadt - Verkehr - Kultur und Soziales diskutiert, geprüft und in einem Gesamtkonzept erfasst.

Wir haben beschlossen, als Zukunftswerkstatt Heinersdorf eine eigene Initiative zu gründen und der Bezirksverwaltung unser Konzept Gartenstadt zur nächsten Sitzung der Ausschüsse Verkehr und Stadtentwicklung am 20.02.2007 vorzustellen.

4. Workshop

Nachdem wir das Gartenstadt-Konzept im Februar 2007 in den Ausschüssen Verkehr und Stadtentwicklung des Bezirksamtes Berlin-Pankow vorgestellt haben, lud uns der Leiter des Tiefbauamtes spontan ein, einen Folgeworkshop in seinem Amt durchzuführen. Dieser 4. Workshop fand am 18.04.2007 in den Räumen des Tiefbauamtes statt. Dabei waren

  • der Leiter des Tiefbauamtes Berlin-Pankow, Herr Lexen
  • der Stadtrat für Öffentliche Ordnung und Verkehr, Herr Kirchner
  • Vertreter der Zukunftswerkstatt
  • Gäste aus unterschiedlichen Wohnvierteln Heinersdorfs

Eingangs wurden die Ideen der Zukunftswerkstatt sowie die bezirkliche Straßenplanung von 2003 erläutert. Alle Teilnehmer des Workshops sind darin einig, dass diese Planung aufgrund der heutigen Situation zu prüfen und neu zu betrachten ist. Außerdem wurde erneut klar, dass eine Straßenplanung allein nicht ausreicht, um einen Ort zu entwickeln. Vielmehr müssen Lebensräume sowie die sinnvolle Verbindung dieser Räume betrachtet und entwickelt werden.
Herr Lexen betonte, dass die Umgehungsstraße als Stadtentwicklungskonzept nicht mehr zukunftsfähig sei. Eine Verlagerung von A nach B löse Probleme nicht sondern verschiebe sie lediglich. Deshalb sollen künftig "Ergänzungsstraßen" entwickelt werden, die bestehende Verkehrsachsen entlasten und die Verkehre vernünftig verteilen. Dieser Denkansatz findet sich in unserer Konzeption wieder.
Unsere Aufgabe wird nun darin bestehen, die Gedanken des Gartenstadt-Konzeptes weiter zu entwickeln und konkreter zu formulieren.

20.04.2007

 

 
© www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de | Berlin 2012 | letzte Aktualisierung: 30.4.2012