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PROJEKTE 2007: AWO Heinersdorf

Anfragen an das Bezirksamt | Zu Gast im Heinersdorfer Treffpunkt der AWO Berlin Nordost e.V.

Anfragen an das Bezirksamt zu Verbesserung der Infrastruktur und zum Lärmschutz

Nach dem Gespräch mit den Seniorinnen und Senioren in der AWO Heinersdorf nahmen wir Kontakt auf zur Verkehrslenkung Berlin und zu dem Entsorgungsunternehmen, das für die Entsorgung des Altglases in Heinersdorf zuständig ist. Dabei ist folgendes herausgekommen:

  • Die Verkehrslenkung Berlin teilte mit, dass ein Fußgängerüberweg an der Rothenbachstraße im Bereich des Plusmarktes aus verkehrsrechtlichen Gründen nicht möglich ist:
    "... Ein FGÜ ist nach § 26 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) in Verbindung mit den Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R-FGÜ 2001) nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. FGÜ sichern für den Fußgänger das Überqueren der Fahrbahn. Ein angelegter FGÜ hat für den Fußgänger eine Schutzfunktion mit dem Ziel, das Unfallrisiko zu minimieren. Dementsprechend dürfen FGÜ nur bei bestimmten örtlichen und verkehrlichen Voraussetzungen angelegt werden.
    Nach diesen Rechtsvorschriften darf ein FGÜ an Kreuzungen und Einmündungen mit abknickender Vorfahrt auf der bevorrechtigten Straße nicht angelegt werden ..."
  • Das Entsorgungsunternehmen hat den aktuellen Stellplatz gegenüber dem Friedhof und unseren alternativen Vorschlag, Romain-Rolland-Straße/Ecke Frithjoffstraße, geprüft. Eine Umsetzung der Container wird als wenig sinnvoll gesehen, weil das Risiko der illegalen Vermüllung in unmittelbarer Nähe des BSR-Hofes noch größer erscheint als am jetzigen Standort. Um den Lärm auf ein Mindestmaß zu reduzieren, wurden zwischenzeitlich moderne, schallisolierte Glascontainer aufgestellt.

Wir bedauern, dass zu Punkt 1 keine kurzfristige Lösung möglich ist. Eine langfristige Lösung wird in einer städtebaulichen Umgestaltung gesehen. Damit wird wieder klar, wie wichtig ein ganzheitliches Verkehrs- und Stadtentwicklungskonzept für unseren Ortsteil ist.

21.08.2007

Zu Gast im Heinersdorfer Treffpunkt der AWO Berlin Nordost e.V.

ZWH stellt am 24.04.2007 Seniorinnen und Senioren das Gartenstadt-Konzept vor. Bereits während der Ausführungen zu den Ideen der Gartenstadt brachten die Anwesenden ihre Erfahrungen und Probleme ins Gespräch: Die schlechte Infrastruktur und Verwahrlosung stellen für die älteren Menschen, die sich vor allem zu Fuß und per Fahrrad durch den Ort bewegen, die gravierendsten Mängel dar.

  1. So sind alle Bereiche, in denen Glas- und Altkleider-Sammelcontainer stehen, stets auch illegale Müllkippen. Besonders ärgerlich sind diese Dreckecken gegenüber dem Friedhof, wo sie einen unwürdigen Hintergrund während der Trauerfeiern abgeben, sowie gegenüber der Grundschule am Wasserturm. Angeregt wurde zu klären, ob nicht geeignetere Standorte zu finden sind, etwa auf den Parkplätzen der Supermärkte „Plus“, „Kaufland“ oder der Baumärkte.
  2. Es fehlen überall Papierkörbe oder Abfallbehälter entlang der Straßen und Wege. Auch sollte unterwegs Hundekot entsorgt werden können.
  3. Es gibt keine Bänke mehr, wo man auf längeren Wegen einmal die Einkaufstaschen abstellen, verschnaufen oder sich zu einem Schwätzchen niederlassen kann.
  4. Das Fehlen der Sparkassenfiliale ist für ältere Menschen ein großes Problem.
  5. Bei „Plus“ sollte ein Zebrastreifen das Passieren der Straßen für Fußgänger erleichtern.
  6. Das Fehlen der Radwege im gesamten Ort und Straßenverhältnisse hält häufig davon ab, das Rad zu benutzen.
  7. Der schlechte Zustand der Gehwege stellt nicht nur eine Mobilitätseinschränkung, sondern auch akute Gefahrenquelle für viele dar. Der Bereich der Straßenbahn-Wendeschleife ist im Winter wegen Glatteis, im Sommer wegen Überwucherung kaum passierbar. Ähnlich unbrauchbar ist der Zugang zum S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf. Die Absperrung vor „Schlecker“ in der Romain-Rolland-Straße ist hinderlich, ein Bauabschluss nicht abzusehen.
  8. Die Verwahrlosung zeigt sich auch in der fehlenden Entwicklung der Freiflächen und Industriebrachen.
  9. Der Wasserturm sollte eine Begegnungsstätte für Jung und Alt werden!
  10. Die Erhaltung der Straßenbahnlinie in den Ort hinein ist für die älteren Heinersdorfer ein dringendes Erfordernis, denn sie stellt das wichtigste und zweckmäßigste öffentliche Verkehrsmittel der Älteren dar!

Wir denken, dass zu den Punkten 1 und 5 eine schnelle Lösung gefunden werden kann und muss und haben eine entsprechende Anfrage an das Bezirksamt gerichtet.

Mit der AWO verabredeten wir, weiterhin im Gespräch zu bleiben und Informationen auszutauschen.

26.04.2007

 

 
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