Führung Ausstellung „Philibert und Fifi“

Karikaturen und Zeichnungen eines französischen Zwangsarbeiters - Eine Ausstellung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln.

Bereits vor seiner Deportation nach Deutschland setzte sich der französische Künstler Philibert Charrin (1920-2007) in seinen Karikaturen mit dem Nationalsozialismus auseinander: Hitler zeichnete er als Kriegstreiber, Goebbels als Großmaul. Im April 1943 schickte ihn die französische Vichy-Regierung zwangsweise ins Deutsche Reich, um in Österreich in der Nähe von Graz als Erdarbeiter Zwangsarbeit zu leisten. Mithilfe seiner Zeichnungen setzte Charrin sich humoristisch mit der Arbeit, den Österreichern und den anderen Zwangsarbeitern auseinander – stets begleitet durch das Strichmännchen „Fifi“, das auf fast allen Zeichnungen zu finden ist. Viele seiner Karikaturen verhöhnen die angeblichen „Herrenmenschen“ oder verweisen auf Widerstand und Sabotage durch die Zwangsarbeiter. Ein Teil der Zeichnungen stellt deren Alltag und Lebensumstände dar. Dabei sind diese Aussagen meist durch geschickte Darstellung oder Sprachwitz verschlüsselt. Allen Zeichnungen gemeinsam ist der Humor, mit dem Charrin jene Zeit trotz der harten Lebensbedingungen abbildet.

Wir laden ein zu einer Führung durch die Ausstellung.

Samstag, 23.3.2019, 14 Uhr, Treffpunkt: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Baracke 5, Britzer Straße 5, 12439 Berlin

Kostenbeitrag: 2 Euro für die Führung, der Eintritt ist kostenlos

Anmeldung bis 15.3.2019 unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon 21 98 29 70