HEINERSDORF: Pressespiegel
2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007
2011
30.11.2011 Tipps zu Rechtfragen
30.11.2011 Computerkurs für Einsteiger
23.11.2011 Mit einem Fest in den Advent
23.11.2011 Basteln und backen
23.11.2011 Gestecke mit Naturmaterial
09.11.2011 Unfallzeugen gesucht
09.11.2011 Rechtsberatung in Heinersdorf
09.11.2011 Physikalische Einblicke
02.11.2011 Andere Tänze kennenlernen
26.10.2011 Stammtisch geht auf Tour
26.10.2011 Beratung rund um die Pflege
19.10.2011 Erste Ausstellung
11.10.2011 Kindern richtig helfen
11.10.2011 Wichtige Tipps zu Rechtfragen
28.09.2011 Knigge für Schüler
21.09.2011 Gemeinsam ein Stück proben
21.09.2011 Modellieren mit Ton
14.09.2011 Dem Kind richtig helfen
07.09.2011 Weitere Mitstreiter willkommen
07.09.2011 Seit 50 Jahren in Kontakt
31.08.2011 Tänze aus aller Welt
31.08.2011 Schülerclub lädt wieder ein
29.08.2011 Und nebenan der Islam
27.08.2011 Olympiade
27.08.2011 Eine Tram wird 100
20.08.2011 Kandidaten
17.08.2011 Eine Runde um Heinersdorf
17.08.2011 Gottesdienst für Erstklässler
13.08.2011 Schülerclub
10.08.2011 Pankower Tor weiter in der Diskussion
10.08.2011 Eine Ausstellung zum Jubiläum
13.07.2011 Sommerpause in Heinersdorf
10.07.2011 Von Zäunen und Türmen
29.06.2011 Ein Fest für neue Bäume
29.06.2011 Neues Haus der kleinen Forscher
25.06.2011 Bäume für Heinersdorf
22.06.2011 WM auf großer Leinwand
15.06.2011 Leitbild im Netz
15.06.2011 Gemeinde feiert Fest
08.06.2011 Neuer Treff in "Alter Apotheke"
08.06.2011 Dem Kind richtig helfen
04.06.2011 Möbel-Höffner will Pankow aufmöbeln
01.06.2011 Senat lehnt Kriegers Baupläne ab
25.05.2011 Feuerwehrleute zeigen ihr Können
25.05.2011 Rad-Check für Kinder
25.05.2011 Ein erster Schritt in Richtung Pankower Tor
25.05.2011 Wer möchte mittanzen?
18.05.2011 Nachbarn feiern in Heinersdorf
16.05.2011 Nachbarschaftshaus für Heinersdorf
12.05.2011 Früherer Güterbahnhof soll zu Einkaufszentrum werden
11.05.2011 Gärtner treffen sich
11.05.2011 Trödeln bei den "Zwergen"
11.05.2011 Alle Anbieter auf einem Platz
04.05.2011 Theater auf dem Platz A
27.04.2011 Vom Sängerknaben zum Kantor
20.04.2011 Osterfeuer in Heinersdorf
20.04.2011 Vorerst keine neuen LED-Leuchten
09.04.2011 Yoga in der Apotheke
06.04.2011 Wie helfe ich meinem Kind?
06.04.2011 Neues Leben in der Alten Apotheke
06.04.2011 Passionsmusik in Heinersdorf
06.04.2011 Neuer Treff für Schüler
06.04.2011 Gefragte Linie
26.03.2011 Konzert
23.03.2011 Widerspruch oder Einklang?
23.03.2011 Wechselvolle Geschichte
14.03.2011 Ausstellung: 100 Jahre Straßenbahnlinie zum Alex
09.03.2011 Aufgewachsen in Heinersdorf
09.03.2011 Tipps für die Erste Hilfe
07.03.2011 Berlins Kanalisation wird verlängert
05.03.2011 Zirkus
02.03.2011 Als Pfarrer im Zirkus
23.02.2011 Gefahr für das Zentrum?
23.02.2011 Heinersdorf gemalt
Nr. 2/2011 »Alte Apotheke« eröffnet
16.02.2011 Alte Apotheke neuer Standort
16.02.2011 Lesung im Margaretensaal
09.02.2011 Wer hilft mit beim Umzug?
04.02.2011 18 000 Besucher in Moschee
02.02.2011 Viele Taler gesammelt
02.02.2011 Neuer Treff für Familien
02.02.2011 Patchwork erlernen
26.01.2011 Kinder lernen sich behaupten
19.01.2011 Stammtisch mit Bürgermeister
15.01.2011 Alles eine Nummer kleiner
12.01.2011 Als Weißensee neue Ortsteile bekam
12.01.2011 Wer möchte mittanzen?
12.01.2011 Gartenfreunde treffen sich
Berliner Woche Nr. 48, 30.11.2011
Tipps zu
Rechtfragen
Heinersdorf. Am 8. Dezember
findet von 16 bis 18 Uhr eine
kostenlose Rechtsberatung
zu Familien-, Erb-, Miet- und
Sozialrecht. In der „Quasselstube“ in der Romain-Rolland-Straße 138 werden die
Rechtsanwälte Sabine Deike
und Uwe Kranert zur Verfügung
stehen. Anmeldung
unter Tel. 21 98 29 70.
Berliner Woche Nr. 48, 30.11.2011
Computerkurs
für Einsteiger
Weißensee. In der Alten Apotheke
in der Romain-Rolland-Straße 12 gibt es ein neues
Angebot. Dienstags von 16
bis 18 Uhr findet dort ein
Computerkurs für Anfänger
statt. Geleitet wird der Kurs
von Frank Samuel. Anmeldung
unter Tel. 21 98 29 70
oder nbh@zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Berliner Woche Nr. 47, 23.11.2011
Mit einem Fest
in den Advent
Heinersdorf. Den Beginn der
Adventszeit begeht die evangelische
Gemeinde Heinersdorf
mit ihrer Adventsfeier
am 27. November. Zum Auftakt
findet um 15 Uhr in der
Heinersdorfer Kirche ein Familiengottesdienst
statt.
Berliner Woche Nr. 47, 23.11.2011
Basteln
und backen
Heinersdorf. Zu einer Weihnachtsbastelstube
und -bäckerei
im Advent lädt der
Verein Zukunftswerkstatt
Heinersdorf am 27. November
um 15 Uhr in die Alte
Apotheke in der Romain-Rolland-
Straße 112 ein.
Berliner Woche Nr. 47, 23.11.2011
Gestecke mit
Naturmaterial
Es ist so weit: Die Adventszeit beginnt.
Was gibt es da schöneres,
als weihnachtliche Accessoires
zu basteln. Die Arbeitsgemeinschaft „Naturnah
Gärtnern“ der Zukunftswerkstatt
Heinersdorf lädt am 24.
November zu einem Bastelabend
für Adventsgestecke
ein. Verarbeitet werden dabei
Naturmaterialien. Los geht
es um 19 Uhr in der Alte
Apotheke in der Romain-Rolland-
Straße 112.
Berliner Woche Nr. 45, 9.11.2011
Unfallzeugen
gesucht
Bei einem Verkehrsunfall
wurde am Donnerstag,
27. Oktober, gegen
7.20 Uhr in Heinersdorf ein
17 Jahre alter Radfahrer lebensgefährlich
verletzt. Ein
Lkw eines Recyclingunternehmens
fuhr die Neukirchstraße
entlang und bog nach
rechts in die Romain-Rolland-Straße ab. Dabei kam
es zu dem folgenschweren
Unfall. Der Radfahrer wurde
schwer verletzt unter dem
Lkw geborgen. Er kam in eine
Klinik, wurde notoperiert
und wird intensiv medizinisch
betreut. Zu dem tragischen
Verkehrsunfall, dessen
Hergang bislang nicht geklärt
werden konnte, übernahm
der Verkehrsermittlungsdienst
der Verkehrsdirektion
1 die Ermittlungen.
Er bittet Zeugen, die den Unfall
gesehen haben oder
sonst sachdienliche Hinweise
machen können, sich telefonisch
zu melden unter Tel. 46 64 18 18 00.
Berliner Woche Nr. 45, 9.11.2011
Rechtsberatung
in Heinersdorf
Heinersdorf. In Kooperation
von Arbeiterwohlfahrt und
Nachbarschaftszentrum findet
am 17. November von 16
bis 18 Uhr eine kostenlose
Rechtsberatung statt. Ratsuchende
erhalten Infos aus
den Bereichen Familien-,
Erb-, Miet- und Sozialrecht.
In der „Quasselstube“ in der
Romain-Rolland-Straße 138
werden die Rechtsanwälte
Sabine Deike und Uwe Kranert
als Gesprächspartner zur
Verfügung stehen. Anmeldung: Tel. 21 98 29 70.
Berliner Woche Nr. 45, 9.11.2011
Physikalische Einblicke
Heinersdorf. Die Alte Apotheke in der Romain-Rolland-Straße 112 veranstaltet am
13. November zwei Sonntags-
Workshops „Physik für Kinder“.
Von 10 bis 12 Uhr sind
zunächst Kinder willkommen,
die die erste bis dritte
Klasse besuchen. Sie werden
unter Anleitung von Dr. Corinna
Asmussen zum Thema „Bauen und Statik“ experimentieren.
Mit Kindern der
dritten bis fünften Klasse
wird von 12 bis 14 Uhr zum
Thema Elektrizität experimentiert.
Weitere Infos gibt
es unter Tel. 21 98 29 70. BW
Berliner Woche Nr. 44, 2.11.2011
Andere Tänze
kennenlernen
Heinersdorf. „Folkstanz“ heißt
ein Angebot im Nachbarschaftshaus
der Zukunftswerkstatt
Heinersdorf in der
Romain-Rolland-Straße 112.
Am 10. November ab 18.30
Uhr haben Interessierte die
Möglichkeit, Folkloretänze
aus aller Welt kennenzulernen
und zu tanzen. Weitere
Infos gibt es bei Ralf Müller
vom Projekt „Folkwiese“ unter
E 21 98 29 70 und unter
www.folkwiese.de.
Berliner Woche Nr. 43, 26.10.2011
Stammtisch
geht auf Tour
Heinersdorf. Unter dem Motto „Politikstammtisch auf Außentour“ lädt die Zukunftswerkstatt
Heinersdorf am 28.
Oktober zu einer Exkursion
ein. An diesem Tag wird das
ehemalige DDR-Staatsratsgebäude
besucht. Erich Honecker
hatte dort sein Büro. Ende
der 90er-Jahre tagte in
diesem Gebäude das Bundeskabinett,
und Ex-Kanzler Gerhard
Schröder nutzte es als
Amtssitz. 2004 und 2005 erfolgte
der Umbau zu einer
Bildungseinrichtung. Heute
ist das Gebäude Sitz der European
School of Management
and Technology. Treffpunkt
für die Führung ist um
12 Uhr am Haupteingang am
Schlossplatz 1. Anmeldung
unter Tel. 21 98 29 70 oder info@zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Berliner Woche Nr. 43, 26.10.2011
Beratung rund
um die Pflege
Heinersdorf. „Rund um die
Pflege“ heißt ein Beratungsangebot
in der Alten Apotheke
in der Romain-Rolland-
Straße 112. Am 27. Oktober
von 19 bis 20 Uhr beantwortet
die Sozialpädagogin Petra
Lange alle Fragen rund um
das Thema Pflege. Wie man
eine fachgerechte Betreuung
organisiert, eine Pflegestufe
beantragt und die Übernahme
von Pflegekosten klärt,
darum geht es bei dieser Veranstaltung.
Weitere Themen
sind Vorsorgevollmacht und
eine Patientenverfügung. Um
Anmeldung wird gebeten unter
Tel. 21 98 29 70.
Berliner Woche Nr. 42, 19.10.2011
Erste Ausstellung
Angebote in der „Alten Apotheke“
Heinersdorf. Am 22. Oktober
19 Uhr eröffnet in
der „Alte Apotheke“ die
erste Kunstausstellung.
Der in Heinersdorfer aktive
Malkurs stellt seine Arbeiten
im Nachbarschaftszentrum
an der Romain-Rolland-Straße
112 vor. Zur Eröffnung
wird einen Mosaikbild vom
Wasserturm versteigert. Am
23. Oktober findet von 14.30
bis 16.30 Uhr ein Kinder-Keramik-Kurs statt. Bitte Sachen
anziehen, die schmutzig
werden dürfen. Informationen:
Tel. 21 98 29 70. Um
einen Unkostenbeitrag von
zwei Euro wird gebeten.
Berliner Woche Nr. 41, 11.10.2011
Kindern
richtig helfen
Informationen
für Eltern gibt es
am 19. Oktober in einem Kurs „Erste Hilfe am Kind“ von 19
bis 21 Uhr im Nachbarschaftshaus „Alte Apotheke“,
Romain-Rolland-Straße 112,
statt. Eltern sind sich oft
nicht sicher, wie sie in Notsituationen
ihren Kindern helfen
sollten. Die Kinderkrankenschwester
Editha Künzel
hat sich dieses Themas angenommen.
Sie bietet einen
speziellen Erste-Hilfe-Kurs
für Eltern an. Dieser umfasst
neben einem Vortrag auch
praktische Übungen. Anmeldung
unter Tel. 0177 691 21 12
oder per E-Mail info@babyacademy.de.
Berliner Woche Nr. 41, 11.10.2011
Wichtige Tipps
zu Rechtfragen
Heinersdorf. In Kooperation
von Arbeiterwohlfahrt und
Nachbarschaftszentrum Heinersdorf
findet am 20. Oktober
von 16 bis 18 Uhr zum
ersten Mal eine kostenlose
Rechtsberatung zum Familien-,
Erb-, Miet- und Sozialrecht
statt. In der „Quasselstube“ in der Romain-Rolland-Straße 138 werden die
Rechtsanwälte Sabine Deike
und Uwe Kranert als Gesprächspartner
zur Verfügung
stehen. Anmeldung unter
E 21 98 29 70.
Berliner Woche Nr. 39, 28.09.2011
Knigge für Schüler
Zwei Kurse „Knigge für Schüler“ veranstaltet die Zukunftswerkstatt Heinersdorf am 6. und 7. Oktober in ihrem Nachbarschaftshaus in der Romain-Rolland-Straße 112. Spielerisch werden den Schülern moderne Umgangsformen vermittelt. Unter anderem werden höfliche Begrüßungen und das Decken eines Tisches geübt. Bei einem Rückblick auf die Geschichte erfahren die Kinder auch, woher heutige Umgangsformen kommen. Schließlich wird für die Kinder ein kleines Drei-Gänge-Menü vorbereitet, und beim Essen erfahren sie, wie man sich richtig bei Tisch verhält. Beide Kurse finden jeweils von 16 bis 18 Uhr statt. Eltern können ihre Kinder unter Tel. 21 98 29 70 oder per E-Mail an nbh@zukunftswerkstatt-heinersdorf.de anmelden. BW
Berliner Woche Nr. 38, 21.09.2011
Gemeinsam ein Stück proben
HEINERSDORF. In der Alten Apotheke in der Romain-Rolland-Straße 112 startet eine Theater-Arbeitsgemeinschaft für Kinder im Grundschulalter. Ab sofort werden Sechs- bis Elfjährige jeden Sonnabend von 10.30 bis 11.30 Uhr das Theaterstück „Weihnachten im Hexenwald“ einstudieren. Kinder, die mitmachen wollen, können von ihren Eltern unter Tel. 0176 23 43 99 53 oder bea.ellinger@freenet.de angemeldet werden.
Berliner Woche Nr. 38, 21.09.2011
Modellieren mit Ton
HEINERSDORF. Am Sonntag, 25. September, findet im Nachbarschaftshaus Heinersdorf in der Romain-Rolland-Straße 112 in der Zeit von 14.30 bis 16.30 Uhr ein Keramik-Kurs statt. Kinder sind eingeladen, unter Anleitung Keramiken aus Ton zu fertigen. Die Eltern können in dieser Zeit Kaffee trinken und miteinander ins Gespräch kommen. Geleitet wird der Kurs von Katrin und Knut Schubert. Sie bitten die Eltern darum, dass sie ihren Kindern Sachen anziehen, die schmutzig werden können. Weitere Informationen zum Keramik-Kurs gibt es unter Tel. 21 98 29 70. Um einen Unkostenbeitrag von zwei Euro wird gebeten. BW
Berliner Woche Nr. 37, 14.09.2011
Dem Kind richtig helfen
HEINERSDORF. Nützliche Informationen für Eltern gibt es am 21. September in einem Kurs „Erste Hilfe am Kind“. Dieser findet von 19 bis 21 Uhr im Nachbarschaftshaus
„Alte Apotheke“, Romain-Rolland-Straße 112, statt. Eltern sind sich oft nicht sicher, wie sie in Notsituationen ihren Kindern helfen sollten. Die Kinderkrankenschwester Editha Künzel bietet einen speziellen Erste-Hilfe-Kurs an. Anmeldung unter Tel. 0177 691 21 12 oder per E-Mail: info@babyacademy.de.
Berliner Woche Nr. 36, 07.09.2011
Weitere Mitstreiter sind willkommen
Verein engagiert sich für Heinersdorf
HEINERSDORF. Dem Verein Zukunftswerkstatt Heinersdorf sind weiterhin Menschen willkommen, die sich für den Ortsteil ehrenamtlich engagieren möchten.
„Gemeinsam die Zukunft gestalten“ hieß es vor vier Jahren, als 70 Heinersdorfer Bürger, Gewerbetreibende und olitiker bei einer „Zukunftswerkstatt“ Ideen für den rtsteil sammelten. Aus der instmals losen Bürgerinitiative wurde ein als gemeinnützig anerkannter Bürgerverein. Dieser führte izwischen Dorffeste durch, verschönerte Spielplätze, organisierte Stadtspaziergänge und Sportveranstaltungen, und er eröffnete Anfang des Jahres das Nachbarschaftshaus „Alte Apotheke“ in der Romain-Rolland-Straße 112. Um effektiv arbeiten zu können, wurden mehrere Arbeitsgruppen im Verein gegründet. In diesen können Heinersdorfer auch mitwirken, wenn sie nicht Mitglied im Verein sind. Außerdem sind dem gemeinnützigen Verein für die Umsetzung seiner Projekte stets Spenden willkommen. BW
Weitere Infos gibt es unter Tel. 21 98 29 70 und im Internet unter www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Berliner Woche Nr. 36, 07.09.2011
Seit 50 Jahren in Kontakt
HEINERSDORF. Ein Jubiläum kann die evangelische Gemeinde Heinersdorf feiern: Vor 50 Jahren, ausgerechnet im Jahr des Mauerbaus, ging sie eine Partnerschaft mit der Kirchengemeinde im westfälischen Bad Oeynhausen ein. Trotz Grenze hielten vor allem die Kantoreien den Kontakt. Getragen wird die Partnerschaft heute von vielen Kontakten und gegenseitigen Besuchen. Nach dem Fall der Mauer bürgerte es sich ein, dass jedes Jahr im Herbst Partnerschaftswochenenden stattfinden, abwechselnd in Heinersdorf und in Bad Oeynhausen. Im Jubiläumsjahr kommt eine Gruppe aus Bad Oeynhausen vom 23. bis 25. September nach Berlin. Wer dabei sein möchte, kann sich beim Gemeindepfarrer Andreas G. Kaehler per E-Mail an info@gemeinde-heinersdorf.de melden.
Berliner Woche Nr. 35, 31.08.2011
Tänze aus aller Welt
HEINERSDORF. „Folkstanz“ heißt ein Kursangebot im Nachbarschaftshaus der Zukunftswerkstatt Heinersdorf in der Romain-Rolland-Straße 112. Am 8. September ab 18.30 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, Folkloretänze aus aller Welt kennenzulernen und zu tanzen. Gemeinsames Tanzen fördert das Rhythmusgefühl, die Gesunderhaltung und die Lebensfreude. Ralf Müller von der Folkwiese wird den Teilnehmern vermitteln, wie Reihen-, Gassen- und Paartänze getanzt werden. Unter anderem stehen der schottische Doon, die serbische Biserka und die russische Troika auf dem Programm. Wer teilnehmen möchte, bringt bequeme Schuhe, luftige Kleidung und gute Laune mit. Weitere Informationen gibt es bei Ralf Müller unter Tel. 21 98 29 70 und unter www.folkwiese.de.
Berliner Woche Nr. 35, 31.08.2011
Schülerclub lädt wieder ein
HEINERSDORF. Im Nachbarschaftshaus „Alte Apotheke“ in der Romain-Rolland-Straße 112 findet mit Beginn des Monats wieder zweimal in der Woche der Schülerclub statt. Die angehende Erzieherin Anne Lochner lädt Kinder und Jugendliche dazu montags und freitags von 15 bis 18 Uhr in den Jugendraum
des Hauses ein. Weitere Infos unter Tel. 21 98 29 70.
Das Parlament, Zeitung des Bundestages, 10.07.2011
Und nebenan der Islam
Vorurteile und Angst führten zu wütenden Protesten beim Bau einer Moschee. Heute hat man sich aneinander gewöhnt
Könnte die Khadija-Moschee doch reden. Vielleicht würde sie dann von den Protestplakaten berichten, die ihretwegen hochgehalten wurden. Von der Wut, die ihr begegnet ist. Und davon, wie sie einen Ortsteil zerrissen hat. In die Versöhnlichen und die Wütenden. In Muslime und Christen. In Die-sollen-weg und Die-können-bleiben.
Doch die Moschee schweigt. Vor fünf Jahren war das rund 4.800 Quadratmeter große Grundstück im Berliner Stadtteil Heinersdorf Gegenstand erbitterten Streits. Der Bezirk Pankow hatte der Ahmadiyya Muslim Gemeinde erlaubt, dort ihre Moschee zu bauen. Anwohner wehrten sich mit Vehemenz. Gleichzeitig versuchten rechtsextreme Gruppierungen, die Proteste zu nutzen. Eine erste Informationsveranstaltung eskalierte derart, dass der Imam unter Polizeischutz den Saal verlassen musste.
Seitdem ist in Deutschland viel passiert: Thilo Sarrazin hat mit seinen Thesen zu Migration und Integration für einen erbitterten Streit in Politik und Gesellschaft gesorgt. Bundespräsident Christian Wulff erklärte, der Islam gehöre zu Deutschland.
Heute, fast drei Jahre nach ihrer Eröffnung, gehört die Moschee zu Heinersdorf - ungeachtet aller Proteste. Eher schüchtern als trotzig reckt sich das Minarett in die Höhe, mit seinen 13 Metern überragt es die Kuppel nur knapp. Das Licht aus den Gebetssälen erhellt am Abend den Parkplatz und strahlt bis auf die Straße. Menschen eilen in den Gebetssaal. Über die Moschee donnern Flugzeuge im Anflug auf Berlin-Tegel, drinnen ist es Zeit für das Abendgebet. Doch: Keiner ruft lautstark zum Gebet. Niemand versucht, die Anwohner zu missionieren. Der Wert der Grundstücke ist nicht gesunken. Die Befürchtungen der Anwohner haben sich nicht bewahrheitet.
Wenige Ausländer
"Die meisten kannten nur das negativ besetzte Bild aus den Medien", sagt Sandra Caspers. Die 41-Jährige lebt wenige Minuten Fußweg von der Moschee entfernt. Sie ist Gründungsmitglied der Aktionsgemeinschaft "Heinersdorf öffne dich" und Vorsitzende der "Zukunftswerkstatt Heinersdorf", die sich aus der spontan gegründeten Aktionsgemeinschaft entwickelt hat. Spontan, weil sie eine Reaktion war auf den fremdenfeindlichen Unterton und den offenen Hass in der Diskussion um die Moschee.
Die Gemeinde sei "frauenfeindlich, demokratiefeindlich und antisemitisch", propagierte etwa die Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger (ipahb), die sich ebenfalls als Reaktion auf die Moschee gegründet hat. Mit rechtsradikalen Gruppierungen - wie der NPD, die sich gegen den Bau der Moschee stark machte - wollen sie nichts zu tun haben. Die Absicht der Ahmadiyya, die kulturelle Nähe zu anderen zu suchen, nannten die Bürger "aggressive Missionierung und rücksichtslose Landnahme".
Auch Caspers sagt: "Ich war nicht begeistert vom Moscheebau." Jedoch sei es darum gegangen, einen anderen Ton anzuschlagen - einen toleranteren, gastfreundlicheren. Der Moscheebau verstoße nicht gegen deutsches Recht, heißt es auf der Homepage der Aktionsgemeinschaft. Daher dürften Vorbehalte und Befürchtungen nicht zur Grundlage politischer Entscheidungen gemacht werden.
Heinersdorf ist die Vorstadt in der Großstadt. Die Einfamilienhäuser sind von Zäunen umgeben, Kletterpflanzen winden sich an den Häusern hoch. Auf den Straßen liegt Kopfsteinpflaster. Dort, wo die Stadt aufhört und die Autobahn anfängt, wo sich Fastfood-Restaurants, Textil-Discounter und Tankstellen aneinanderreihen, ist es nicht das hippe Berlin, das schillernde Berlin, das Multikulti-Berlin.
Der Bezirk Pankow, zu dem Heinersdorf gehört, hat mit 6,8 Prozent einen relativ niedrigen Ausländeranteil. Zum Vergleich: Im Berliner Bezirk Mitte lag der Anteil Anfang 2011 bei 27,4 Prozent. Die Heinersdorfer dagegen hatten bis zum Moscheebau wenig Berührung mit Muslimen.
Etwa 250 Mitglieder umfasst die Ahmadiyya Muslim Gemeinde in Berlin, die meisten kommen aus Pakistan. Unter ihnen der Imam, Abdul Basit Tariq. Seine Ansprachen hält er zuerst auf Deutsch, bevor er sie ins Pakistanische übersetzt. Nicht alle in seiner Gemeinde sprechen fließend Deutsch.
Imam Tariq ist 63 Jahre alt, seit rund 30 Jahren lebt er in Deutschland. Die Möbel in seinem Wohnzimmer sind hell, einladend. Neben dem Fernsehgerät steht die Nachbildung eines Minaretts, daneben ein Modell vom Brandenburger Tor. Imam Tariq zappt von Peace TV Urdu zum Berliner Regionalsender. "Ich lebe gerne in Berlin", sagt er. "Die Stadt ist so bunt und liberal." Anschließend eilt er über den Vorplatz der Moschee zum Gebet. Sein Wohnhaus liegt auf demselben Grundstück.
Imam Tariq ist ein gemütlicher Mann, der seine Stimme nicht heben muss, um sich Gehör zu verschaffen. Seine Ansprachen hält er im Gebetssaal der Männer, per Lautsprecher werden sie in den ersten Stock zu den Frauen übertragen. Diese sitzen unter der Kuppel, teils auf dem Boden, teils auf Stühlen. Ihr Blick ist gen Osten gerichtet. Die Kopftücher sind gelb-pink, rot-orange, hellblau-mintgrün, schwarz.
Der Islam habe einen schlechten Ruf, sagt Imam Tariq. "Seit dem 11. September glauben viele, alle Moslems seien Terroristen." Die Folge sind diffuse Ängste. Dabei, betont er, bedeute der Islam Frieden. Terroristen seien politisch motivierte Verrückte, die mit dem Islam nichts zu tun hätten. Der Verfassungsschutz stuft die Ahmadiyya-Gemeinde als unbedenklich ein, ihr weltweites Motto lautet "Liebe für alle, Hass für keinen".
Kulturelle Grenzen
Doch ist es so ein Problem mit der Liebe: Drei Wochen vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus hängen auffallend viele Plakate der Partei "Pro Deutschland" in der Nähe der Moschee. Sie zeigen ein Gebäude mit Kuppel und zwei Minaretten, knallrot durchgestrichen. Die Plakate seien Symbol dafür, dass die Muslime es noch nicht geschafft hätten, über ihre Religion aufzuklären, sagt Imam Tariq. "Wir müssen mehr dafür tun."
Die Bemühungen sind da: Viele Nachbarn sind zur Moschee-Eröffnung im Herbst 2008 gekommen, zwischen 8.000 und 14.000 interessierte Nicht-Muslime haben sich seither das Gotteshaus angeschaut - Politiker, Studenten, Schüler, Theologen. Die Frauen der Moschee haben auf dem Heinersdorfer Dorffest Hennabemalung angeboten, zweimal haben sie mit den Frauen der "Zukunftswerkstatt Heinersdorf" gekocht - pakistanisch und deutsch.
Es waren schöne Veranstaltungen, findet Caspers. Problematisch sei jedoch, dass man sich nicht mit Männern und Frauen zusammen treffen dürfe. Gemeinsames Essen ist den Mitgliedern der Ahmadiyya-Gemeinde untersagt, Ausnahmen ausgeschlossen - zum Schutz der Frauen, wie Imam Tariq betont. Von fremden Männern könne Gefahr ausgehen. Die Ahmadiyya-Gemeinde gilt als sehr konservativ. "Die strengen Restriktionen erschweren die Vertiefung der Beziehungen", sagt Caspers. Der Austausch an sich sei nett, gehe jedoch nicht darüber hinaus. Auch mit Vertretern der ihapb hat sich Imam Tariq getroffen - ergebnislos. Beide Seiten sind sich fremd geblieben.
Leben und leben lassen
Was also bleibt unterm Strich? Der Keil in der Nachbarschaft sitzt tief: Manch einer wechselt die Straßenseite, wenn Caspers ihm entgegen kommt. "Moscheegegner", weiß sie dann. Die "Zukunftswerkstatt Heinersdorf" bietet mittlerweile Sportkurse an und hat im März ein Nachbarschaftshaus eröffnet. Die Moschee hat den Ortssinn gestärkt.
"Wir machen weiter", betont auch die ihapb auf ihrer Homepage und kündigt Mitgliederversammlungen an. Jedoch: E-Mails an die Interessengemeinschaft können nicht zugestellt werden, während der Sprechstunde bleibt das Büro - in einem alten Fabrikgebäude, direkt neben der Moschee - geschlossen. Der bekannte ihapb-Unterstützer René Stadtkewitz, ehemaliger CDU-Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus, hat im vergangenen Oktober die islamfeindliche Partei "Die Freiheit" gegründet.
Fremdenfeindliche Ausschreitungen gab es seit Eröffnung der Moschee jedoch nicht. Imam Tariq hat nach eigener Aussage keine Drohanrufe oder Schmähmails erhalten, die Berliner Polizei verzeichnete keine fremdenfeindlichen Übergriffe auf die Moschee.
Die Lage in Heinersdorf hat sich beruhigt, sagt Caspers. Viele, so glaubt sie, hätten gemerkt, dass es "so wild gar nicht ist" mit der Moschee in der Umgebung. Die Gemeinde nehme man kaum wahr. Wohnen die Bürger noch gerne in Heinersdorf? "Natürlich", antwortet Caspers. Und dann, nachdenklich: "Es hat sich ja nichts geändert."
Integration, so scheint es, bedeutet leben und leben lassen. Oder aber: einfach nebeneinander herzuleben.
Berliner Abendblatt Nr. 34, 27.08.2011
Olympiade
HEINERSDORF. Am 27. August können auf dem neuen Bolzplatz an der Ecke Romain-Rolland- und Neukirchstraße Teams in den unterschiedlichsten Disziplinen gegeneinander antreten. Dabei sind nicht nur sportliche Fähigkeiten gefragt. Es geht auch um Geschicklichkeit, Kreativität und vor allem Teamgeist. Denn gewinnen kann nur, wer gut kooperiert. Beginn der Spiele ist um 14 Uhr.
Tatjana Heid
Berliner Abendblatt Nr. 34, 27.08.2011
Eine Tram wird 100
Ausstellung erinnert an die Geschichte der Straßenbahn
HEINERSDORF. Vor 100 Jahren fuhr sie zum ersten Mal: die Straßenbahn von Pankow-Heinersdorf zum Alexanderplatz (und weiter nach Schöneberg) mit der Nummer 72. Pünktlich zum 100. Geburtstag der Straßenbahnstrecke aus Heinersdorf wurde der Streckenabschnitt zwischen Steinberg und Wasserturm sowie im Dorfkern von Heinersdorf saniert.
Die Straßenbahn der Linie 100 hat eine abwechslungsvolle Geschichte: Im Jahr 1911 begann der Betrieb der Linie ab der Kronprinzenstraße (Romain-Rolland-Straße) als Linie 72 bis nach Berlin-Schöneberg. Mit der Eingemeindung von Heinersdorf in die Stadt Berlin wurde die nunmehr als Linie 73 verkehrende Linie zum Dönhoffplatz (Leipziger Straße) nach Mitte geführt. Dann endete sie schließlich als Linie 71 lange Zeit am Alexanderplatz (1949), bis dieser in der DDR im Jahr 1967 „Straßenbahnfrei“ wurde. Die Straßenbahn bog ab diesem Zeitpunkt in die Wilhelm-Pieck-Straße (heute Torstraße) ab und endete schließlich am Kupfergraben. Nach der Wende im Jahr 1993 wurde sie zur Linie 1 und endete an der Schwarzkopfstraße. Im Jahr 2004 fuhren die Bahnen als Linie M2 zum Hackeschen Markt und seit 2007 nun wieder zum Alexanderplatz.
Das Bezirksamt Pankow und die BVG haben dem Geburtstagskind eine Ausstellung gewidmet. Sie wird in der Aula des Kulturzentrumms Sebastian Haffner, Prenzlauer Allee 227, gezeigt. Die kleine Wanderausstellung der Münchner Verkehrsbetriebe „Die moderne Tram in Europa“ ist bis zum 2. September montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Dazu der Bezirksstadtrat für öffentliche Ordnung, Jens-Holger Kirchner (B90/Grüne): „Ich möchte, dass die Straßenbahn in Pankow ein noch wichtigeres Verkehrsmittel wird als bisher. Die Zukunft der Straßenbahn hängt heutzutage von dichten Netzen, perfekten Umsteigemöglichkeiten, Komfort, hoher Geschwindigkeit und hoher Taktdichte ab. Gerade die Verlängerung der Straßenbahnlinie von Heinersdorf zum Alex hat gezeigt, wie wichtig gute Verbindungen für die Fahrgastakzeptanz sind. Die Ausstellung zeigt, wohin in die Straßenbahn in der Zukunft fährt. In einem straßenbahnaffinen Bezitk wie Pankow wird die Tram immer einen hohen Stellenwert haben.“
Und auch die BVG beschenkte ihre Bahn und ihre Nutzer zum Geburtstag: mit einem dichteren Takt. Ab sofort fahren die Bahnen zwischen Am Steinberg und Alexanderplatz montags- bis freitagsmorgens schon ab 9 Uhr und abends sogar bis 20 Uhr alle fünf Minuuten. Am Sonnabend wird der Fünf-Minuten-Takt jetzt auch bis 20 Uhr gefahren. Na dann: alles Gute zum 100sten. gis/rgr
Berliner Abendblatt Nr. 33, 20.08.2011
Kandidaten
PANKOW. In sieben Wochen wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Damit man die Menschen kennen lernen kann, die sich in Heinersdorf zur Wahl stellen, veranstaltet die Zukunftswerkstatt wieder einen Kandidatencheck. Am 23. August kommen die Direktkandidaten des Pankower Wahlkreises 5 in die „Alte Apotheke“, um sich den Fragen und Anregungen zu stellen. Wie schon vor der Bundestagswahl 2009 gibt es neben kurzen Blitzinterviews und einer Podiumsdiskussion viel Zeit, direkt mit den Parteivertretern zu sprechen. Auch eine Testwahl ist wieder geplant. Also: Dienstag, 23. August, 19.30 Uhr, Alte Apotheke, Romain-Rolland-Straße 112.
Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter der Adresse www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de/projekte_2011_kandidatencheck.php
Berliner Woche Nr. 33, 17.08.2011
Eine Runde um Heinersdorf
Viertelmarathon am 10. September
HEINERSDORF. Die Zukunftswerkstatt lädt große und kleine Lauffreunde zum Heinersdorfer Viertelmarathon ein.
Dieser wird an der Heinersdorfer Ortsteilgrenze entlang führen und 10,55 Kilometer lang sein. Für Kinder wird während des Laufs eine Kinderbetreuung angeboten. Außerdem können Kinder, die Lust am Laufen haben, einen Bambini-Lauf über 800 Meter absolvieren. Treffpunkt ist am 10. September um 13 Uhr am Kastanienwäldchen an der Berliner Straße 4. Wer teilnehmen möchte, meldet sich bis zum 2. September unter Tel. 21 98 29 70 oder per E-Mail info@zukunftswerkstatt-heinersdorf.de an. Der Startschuss zum Viertelmarathon fällt um 14 Uhr. Um 15.30 Uhr startet dann der Bambini-Lauf. Die anschließende Siegerehrung findet im Rahmen einer kleinen Party statt. Wer am Viertelmarathon teilnehmen möchte, zahlt eine Startgebühr von fünf Euro. Kinder bis 14 Jahre können ohne Startgebühr mitlaufen. Die Einnahmen fließen in Sportprojekte für Kinder und Jugendliche in Heinersdorf. BW
Infos unter www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Berliner Woche Nr. 33, 17.08.2011
Gottesdienst für Erstklässler
HEINERSDORF. Für viele Kinder geht am 20. August ein neuer Lebensabschnitt los. Sie werden an diesem Tag eingeschult. Auch in der Heinersdorfer Grundschule am Wasserturm findet an diesem Tag die Einschulung statt. Einen Tag später stehen die eingeschulten Kinder bei einem besonderen Gottesdienst im Mittelpunkt. Die Heinersdorfer Kirchengemeinde veranstaltet an diesem Tag ihren diesjährigen Einschulungsgottesdienst in der Kirche an der Romain-Rolland-Straße.
Berliner Abendblatt Nr. 32, 13.08.2011
Schülerclub
HEINERSDORF. Mit dem Ende der Sommerferien beginnt nicht nur das neue Schuljahr. Auch der Schülerclub in der „Alten Apotheke“, Romain-Rolland-Straße 112, öffnet wieder seine Pforten. Er wird ab sofort von Anne Lochner geleitet, die angehende Erzieherin ist und einige der Kinder im Schülerclub auch schon persönlich kennen gelernt hat. Immer montags und freitags zwischen 15 und 18 Uhr werden nach Absprache Hausaufgaben betreut. Außerdem gibt es Angebote und Aktionen zum Mitmachen und Gelegenheit auszuruhen. Weitere Informationen im Internat unter www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Berliner Woche Nr. 32, 10.08.2011
Pankower Tor weiter in der Diskussion
CDU unterstützt Vorhaben / Grüne fordern hingegen mehr Bürgerbeteiligung
PANKOW. Auf dem früheren Pankower Güterbahnhof soll ab 2012 das neue etwa 40 Hektar große Stadtviertel Pankower Tor entstehen. Über das Für und Wider diskutierten Daniela Billig (Bündnis 90/Die Grünen) und Torsten Kühne (CDU) kürzlich in einem „Kneipengespräch“ im Landhaus Pankow mit Bürgern.
Rund 15 Jahre war das Gebiet eine Brache. Besitzer und Investor der Fläche ist seit etwa anderthalb Jahren der gebürtige Pankower Kurt Krieger. Er plant für das künftige Viertel ein neues Straßensystem und lässt Platz für eine Schule, die natürlich die öffentliche Hand bezahlen muss. „Aber die hat kein Geld“, beklagt Daniela
Billig. Krieger plant einen Stadtpark, ein Einkaufszentrum und zwei Möbelhäuser. Auch der denkmalgeschützte Rund-Lokschuppen an der Heinersdorfer Brücke wird in die Planungen mit einbezogen. Er soll saniert und kulturell genutzt werden. Bislang gibt es für das Pankower Tor jedoch weder einen Bebauungsplan noch einen Bauantrag.
Die Mehrheit der Bezirksverordneten hat die Planungen Kriegers bislang unterstützt. Damit andere Einkaufszentren wie beispielsweise das Rathaus-Center oder die Geschäfte am Anger, in der Berliner Straße sowie die Schönhauser Allee Arcaden nicht gefährdet werden, einigte sich die BVV mit dem Investor auf einen Kompromiss. Das von Krieger geplante Einkaufszentrum wird kleiner ausfallen. Es soll nicht unmittelbar am Bahnhof Pankow, sondern mehr in Richtung Prenzlauer Promenade entstehen. Der Investor rechnet mit Gesamtkosten von rund 350 Millionen Euro. Frühestens 2021 soll das neue Wohn- und Geschäftszentrum fertig sein. Seine Planungen hat Krieger in einer Infobox am S- und U-Bahnhof Pankow öffentlich gemacht.
Das reicht den Grünen nicht. Sie halten die Planungen noch immer für überdimensioniert und wünschen sich mehr Bürgerbeteiligung, auch wenn es sich um ein Privatgelände handelt. Die Infobox sei lediglich Eigenwerbung des Investors, meint Daniela Billig. Sie wünsche sich vielmehr Workshops zur künftigen Gestaltung des Areals. Anstatt ein „Ufo“ auf die Bahnfläche zu setzen, sollten vielmehr die Läden am Anger und in der Berliner Straße entwickelt und auf dem Bahngelände ein lebenswertes Stadtquartier mit Kinderbauernhof entstehen. Für Helmut Hampel, Anwohner und Mitglied im Verein „Für Pankow“, sind das alles „Utopien“. Das Grundstück sei verkauft. Der Investor sei auf den Bezirk zugegangen. Nach Jahren des Brachliegens müsse nun endlich etwas geschehen. Ähnlich äußerte sich auch Torsten Kühn. Weder Bezirk noch Land könnten die Fläche entwickeln. Der Investor habe bislang 19 Entwürfe vorgelegt, seine geplante Einzelhandelsfläche erheblich reduziert. Zwei Drittel der Fläche stünden der öffentlichen Nutzung zur Verfügung. „Der Investor will den wirtschaftlichen Erfolg. Er schafft und sichert Arbeitsplätze. Das sollten wir anerkennen“, sagt Kühn. „Wir sind hier nicht in ,Wünsch Dir was‘.“
Das letzte Wort wird allerdings der Senat sprechen. Denn die Planungen des Investors müssen sowohl dem Zentrenentwicklungskonzept als auch der gemeinsamen Planung der Länder Berlin und Brandenburg entsprechen. m.k.
Weitere Informationen gibt es unter www.pankower-tor.de.
Berliner Woche Nr. 32, 10.08.2011
Eine Ausstellung zum Jubiläum
Straßenbahnverbindung zum Alex wird 100 Jahre alt
HEINERSDORF. Das Bezirksamt wird im August gemeinsam mit den Berliner Verkehrsbetrieben den 100. Geburtstag der Straßenbahnverbindung zwischen Heinersdorf und Alexanderplatz feiern.
Die Straßenbahnlinie zwischen Heinersdorf und Alexanderplatz war im Jahre 1911 eröffnet worden. Der Alexanderplatz war bis zum Mauerbau ein Schnittpunkt mehrerer Straßenbahnlinien und ein Zentrum des Straßenbahnverkehrs. Bis in die 50er-Jahre hinein war die Straßenbahn, gemeinsam mit der S-Bahn, das Rückgrat des städtischen Nahverkehrs.
Die Straßenbahnlinie führte zunächst von der Kronprinzenstraße, der heutigen Romain-Rolland-Straße, über den Alex bis ins Zentrum. 1967 wurde der Straßenverkehr über den Alexanderplatz eingestellt. Die Straßenbahnlinie führte dann aus Heinersdorf über die Mollstraße in den Bezirk Mitte. Dass es die Linie ab Heinersdorf, die heute als M2 fährt, noch gibt, ist ein Grund, um zu feiern. Deshalb regten die Pankower Bezirksverordneten auf Antrag der CDU-Fraktion an, den 100. Geburtstag der Straßenbahnverbindung würdig zu begehen. Nun werden am 19. August BVG und Bezirk das Jubiläum mit einem Fest „100 Jahre Straßenbahn Heinersdorf – Alexanderplatz“
feiern. Unter anderem wird am 19. August in der Aula des Kultur- und Bildungszentrums „Sebastian Haffner“ in der Prenzlauer Allee 227-228 die Wanderausstellung „Die
moderne Tram in Europa“ gezeigt. Gestaltet wurde diese Ausstellung von der Münchner Verkehrsgesellschaft. Sie gibt einen Überblick über den Einsatz von Straßenbahnen
in ganz Europa. Es wird auch erläutert, welche wichtige Rolle dieses umweltschonende Verkehrsmittel in Großstädten spielt. Denn: Immer wieder wurde in der Vergangenheit auch über die Einstellung der Straßenbahnlinie M2 diskutiert. Aber letztlich wurde sie nicht eingestellt, sondern 2007 über die Mollstraße wieder bis zum Alex verlängert.
Neben der Ausstellung soll es noch weitere Aktionen zum 100. Geburtstag dieser Tramverbindung geben. Detailabsprachen zwischen BVG und Bezirksamt laufen noch. Kurz vor dem Jubiläum wird das Festprogramm bekannt gegeben. BW
Berliner Woche Nr. 28, 13.07.2011
Sommerpause in Heinersdorf
HEINERSDORF. Das Team des Nachbarschaftshauses „Alte Apotheke“ in der Romain-Rolland-Straße 112 geht in die Sommerpause. Bis zum 14. August gibt es keine regelmäßigen Öffnungszeiten. Mehr ist im Internet unter www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de und unter Tel. 21 98 29 70 zu erfahren.
Der Freitag, 10.07.2011
Von Zäunen und Türmen
Vor fünf Jahren tobte im Berliner Stadtteil Heinersdorf ein erbitterter Streit um den Bau einer Moschee. Was ist daraus geworden?
Die Männer von der Parallelgesellschaft verschanzen sich hinter schwarzen Toren, über die sie Stacheldraht gespannt haben. Manche tragen Bärte und schauen grimmig drein, auf ihrer Kleidung prangen kriegerische Symbole, Schwerter, Totenschädel. Im Internet prahlen sie mit Ritualen, die man als frauenverachtend und gewaltverherrlichend bezeichnen kann. Der Treffpunkt dieser Männer liegt in Heinersdorf, einem unauffälligen Stadtteil im Nordosten Berlins. Man hat dort große Vorbehalte gegenüber Parallelgesellschaften.
Aber es sind nicht die Rocker vom Motorradclub „Born to be Wild“ mit ihrer Vorliebe fürs Eiserne Kreuz und „Germanenpartys“, auf denen nackte Frauen tanzen, derentwegen seit Jahren ein Riss durch Heinersdorf geht.
Es gibt noch eine andere Gruppe von Männern, denen in Heinersdorf manche vorwerfen, sie würden eine Parallelgesellschaft bilden und ihre Frauen schlecht behandeln: Imam Abdul Basit Tariq und seine muslimische Ahmadiyya-Gemeinde, die 2006 ein Haus bauen wollten zwischen Linden und Lattenzaun, mitten ins deutsche Idyll, ein fremdartiges Haus mit Turm und Kuppel. Eine Moschee. Aber die Heinersdorfer wollten keine Moschee, und sie wollten auch Tariq und seine Gemeinde nicht.
Zaghaft, wie der Finger eines Grundschülers
Die Befürchtungen mancher Anwohner waren vor fünf Jahren so groß, dass sie einen Verein gründeten, um gegen den Bau der Moschee anzukämpfen. Es gab Demonstrationen, und im Lauf des Streits vermischten sich Mikro- und Makrokosmos. Zuerst ging es darum, dass Grundstückspreise sinken und Parkplätze knapp werden könnten. Später kam die Furcht vor der Ersetzung des Rechtsstaats durch die Scharia hinzu.
Schließlich haben die Muslime ihre Moschee gebaut, einen weißen Quader hinter einer Kfz-Werkstatt. Der Quader hat eine Kuppel. Und übers Wellblech der Werkstatt reckt sich, zaghaft wie der Finger eines Grundschülers, ein gedrungenes Minarett. Es ist kaum höher als das Dach der Moschee. Im Oktober 2008 wurde das Gotteshaus eröffnet.
Seitdem ist das Klima gereizter geworden in Deutschland. Es gab die aufgehitzte Debatte um Thilo Sarrazins Thesen. In den Niederlanden und Finnland haben Wahlergebnisse aus antimuslimischen Splitterparteien Koalitionspartner gemacht. Und Bundespräsident Christian Wulff hat gesagt, der Islam gehöre zu Deutschland, aber Innenminister Hans-Peter Friedrich hat ihm widersprochen.
Was ist seitdem in Heinersdorf passiert? Keimt zwischen Autobahnzubringer und Vorgartenwelt eine bedrohliche Parallelgesellschaft? Oder gibt es Zeichen der Versöhnung?
Drei Besuche bei den Parteien von damals: Da ist Imam Tariq, der einen Platz zum Beten braucht und sich ansonsten nicht groß für Heinersdorf interessiert. Da ist der Politiker René Stadtkewitz, für den der Konflikt um das Gebäude eine Schlacht in einem weltweiten Krieg darstellt. Und da ist Sandra Caspers, die eigentlich nur vermitteln wollte und ungewollt zur Profiteurin des Konflikts wurde.
Der Imam sagt: „Wir sind offen“
Im Nebengebäude der Moschee sitzt Imam Tariq, hinter ihm hängt ein Kalender mit Bildern romanischer Kirchen. Zwischen Gebäck und einer Kanne Filterkaffee liegt auf seinem Schreibtisch eine Deutschlandkarte. Er verstehe, dass die Heinersdorfer skeptisch waren, als sie hörten, dass in ihrem Stadtteil eine Moschee gebaut werden soll. „Wer in Deutschland eine Moschee bauen will, wird nie mit Blumen empfangen. Aber wir sind offen, wir wollen die Leute kennenlernen“, sagt Tariq, 63 Jahre alt. Er trägt einen Kinnbart und ein weißes Hemd. Er sei damals in Kirchen und Vereine gegangen, habe Fragen beantwortet, seine Religion mit ihren Ge- und Verboten erklärt.
Vielleicht kann ein Spaziergang mit dem Imam Aufschluss darüber geben, wie in Heinersdorf die Stimmung heute auf der Straße ist. Allerdings besteht der Stadtteil im Wesentlichen aus zwei lärmenden Trassen, die Berliner Autofahrer ins Grüne führen, und einer metastasierenden Geschwulst aus Filialen führender Mineralöl- und Imbisskonzerne. Dazwischen verlaufen lindengesäumte Sträßchen mit Vorgärten, die Holzzäune begrenzen. Durch eine solche Straße spaziert Tariq nun. Kein Mensch ist zu sehen. Falls doch mal einer entgegenkommt, herrscht nüchternes Desinteresse. Man blickt aneinander vorbei.
Der Imam spricht viel davon, dass man einander verstehen müsse. Allerdings geht es bei ihm vor allem darum, dass die Deutschen den Islam verstehen. Sie sollen sich informieren über die Quellen muslimischer Regeln. „Wenn mir ein Deutscher sagt, ihn interessiert nicht, was mein Glaube erlaubt oder verbietet, und ich müsse so leben wie er, dann ist das doch keine Integration.“ Inwieweit auch die Muslime auf die Deutschen zugehen müssten, dazu fällt ihm nicht so viel ein.
Wo die sechsspurige Ausfallstraße in Heinersdorf zur Autobahn wird, auf der Terrasse eines Schnellrestaurants zwischen Straßenlärm und Kfz-Werkstatt, sitzt René Stadtkewitz und raucht. „Für Versöhnung ist es jetzt zu spät“, sagt er. Es soll entschlossen klingen. Stadtkewitz war einer der Wortführer des Protests gegen die Moschee. Inzwischen hat er eine islamkritische Partei namens „Die Freiheit“ gegründet. Er ist Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, damals für die CDU, heute als Fraktionsloser. Im September wird in Berlin gewählt, Stadtkewitz tritt wieder an. Heinersdorf liegt in seinem Wahlkreis.
Stadtkewitz, 46 Jahre, Bürstenschnitt und rosa Hemd, hat eine sehr klare Vorstellung vom Weltbild der Muslime. Sie lässt sich etwa so zusammenfassen: Antidemokratisch, frauenfeindlich, totalitär. „Der Islam ist als Gesellschaftsmodell nicht vereinbar mit unserer Lebensweise. Wenn ich eine verschleierte Frau sehe, kann mir doch keiner erzählen, die sei gleichberechtigt“, sagt er.
Manchmal ist es schwer, ihn zu verstehen, etwa wenn ein Flieger im Sinkflug über Heinersdorf donnert. Manchmal ist es aber auch schwer, ihn zu verstehen, ohne dass da Flugzeuglärm wäre: Die Muslime, findet Stadtkewitz, hätten damals ihren Gegnern mehr entgegenkommen, auf die Kuppel und aufs Minarett verzichten müssen. Dann hätte es vielleicht einen Kompromiss geben können. „Dann wäre es keine Moschee, sondern ein Vereinsgebäude gewesen.“ Die Frage stellt sich, was das am vermeintlich totalitären Charakter des Islams geändert hätte. Stadkewitz lässt sie unbeantwortet.
Stattdessen sagt er Sätze wie: „Ich will nicht, dass es in Heinersdorf aussieht wie in Neukölln.“ Neukölln ist an vielen Ecken laut, hektisch und dreckig, die Autos parken in zweiter Reihe und auf der Straße sind immer Menschen, darunter viele Türken, Araber. Heinersdorf ist dagegen Eigenheimland. Neben vor-wende-grau dahindämmernden Mietskasernen strahlen Reihen von Einfamilienhäusern. Beherrschendes Element des Straßenbilds ist der Zaun, schmiedeeisern oder aus gekreuztem Holz. Er beschützt die Vorgärten vor der Welt da draußen. Man kann Neukölln lebendig finden oder bedrohlich. Man kann Heinersdorf spießig finden oder heimelig, aber man kann nicht sagen, seit der Ankunft der Muslime habe sich Heinersdorf in Neukölln verwandelt.
Stadtkewitz’ Argumente verurteilen den Islam als Ganzes. Gegen den Bau einer Moschee sprechen sie nicht. „Wir haben damals eine Stellvertreterdebatte geführt um die nicht gelösten Integrationsprobleme“, gibt er zu. Anders gesagt: Das Kopftuchmädchen würde auch unterdrückt, wenn keine Moschee gebaut worden wäre. Vielleicht kann es deswegen keine Versöhnung geben.
Heute, meint Stadtkewitz, würden sich die Heinersdorfer ohnehin nicht mehr interessieren für den Quell des Unheils vor ihrer Haustür. „Die Leute sagen doch, lass uns damit in Ruhe, wir wollen davon nichts mehr hören.“
Wie bitte? Jetzt, da totalitäre Frauenverächter Freitag für Freitag aus ganz Berlin anreisen, um in einer Brutstätte verdorbenen Glaubens die Abschaffung des Grundgesetzes voranzutreiben, interessieren sich die Bürger nicht mehr für das Unheil vor ihrer Haustür?
Hauptsorge Grundstückspreise?
Sandra Caspers hat für dieses Desinteresse eine Erklärung. „Die Hauptsorge der Moscheegegner galt den Grundstückspreisen“, sagt Caspers, die damals vermittelt wollte. Sie sagt, die Moscheegegner hätten Demokratie und Emanzipation bloß vorgeschützt – verlogene Argumente, um nicht egoistisch zu wirken. Caspers gründete damals, schockiert von der Aggressivität des Protests, eine so genannte Toleranzinitiative. Dabei legt sie Wert darauf, dass sie keine Befürworterin der Moschee gewesen sei. Es solle nur jeder nach seiner Fasson leben können.
Caspers sitzt ungeschminkt und in einem knielangen Sommerrock am Konferenztisch des Nachbarschaftshauses „Zukunftswerkstatt Heinersdorf“, dessen Vorsitzende sie ist. Vor ihr steht eine Kanne Filterkaffee. „Die Heinersdorfer wollten, dass alles so bleibt, wie es ist“, sagt die 41-jährige Mediendesignerin. Als sie einer Gruppe von Moscheegegnerinnen, die sich um das Schicksal der Ahmadiyya-Frauen sorgten, ein Treffen mit den Musliminnen vorgeschlagen habe, hätten sie kein Interesse gezeigt. „Sie meinten, das würde den Frauen auch nicht helfen. Man müsse stattdessen die Moschee verhindern.“
Die Leute von der Toleranzinitiative sehen den eigentlichen Grund für den Riss, der durch Heinersdorf geht, nicht in den Muslimen, sondern in der Radikalisierung der Moscheegegner. Sie finden, es seien Leute wie Stadtkewitz, die nicht nach Heinersdorf gehörten – jedenfalls nicht mit Parolen wie jener von der „rücksichtslosen Landnahme“.
Auch Caspers glaubt nicht daran, dass es in Heinersdorf noch zu einer Aussöhnung kommen wird. Zu unerbittlich sei der Streit damals ausgetragen worden. „Einer der Moscheegegner hat mir vor die Füße gespuckt“, erzählt sie. Von ihrer Seite wird es kein Gesprächsangebot mehr geben.
Wenn Caspers vor die Tür ihrer „Zukunftswerkstatt“ tritt, dann sieht sie mehr als Kopfsteinpflaster und Straßenbahnschienen. Sie sieht ein Schwarzweißbild von Heinersdorf, grundstücksweise geordnet, Gegner und Befürworter. Caspers kennt sie alle. Noch heute wechseln manche die Straßenseite, wenn sie durch Heinersdorf geht. Ein Mann in beigefarbener Jacke läuft mit militärisch knappem Gruß an ihr vorbei. „Moscheegegner“, kommentiert Caspers knapp.
Aber seit es so gut läuft mit dem Nachbarschaftshaus, haben sich bunte Flecken in das Schwarzweiß von Heinerdorf gemischt. Da ist ein neues Fußballfeld entstanden, daneben ein Abenteuerspielplatz – die „Zukunftswerkstatt“ profitiert von einem erstaunlichen Paradox: Der erbitterte Streit sorgte bundesweit für Aufsehen, Politikpromis wie Wolfgang Thierse setzten sich für den Bau der Moschee ein. Das lenkte auch Aufmerksamkeit auf die Vermittler. Verschiedene Stiftungen gaben Geld. Inzwischen gibt es in dem frisch gestrichenen Vereinsgebäude etwa eine Krabbelgruppe, einen Seniorentreff. Das ist die gute Seite des Moscheestreits von Heinersdorf.
Es gibt zwei Lesarten, wie man den Konflikt und seine Folgen fünf Jahre danach betrachten kann. Die erste Lesart ist ernüchternd: Erbitterter Widerstand gegen einen sichtbaren Islam weicht völligem Desinteresse danach. Ein Platz für Versöhnung bleibt da nicht, geschweige denn für Integration.
Es gibt aber auch die andere Lesart. Sie könnte den Menschen hinter den Jägerzäunen im Land Beruhigung bringen, sie lautet: Auch wenn Muslime kommen und eine Moschee bauen – es wird alles beim Alten bleiben.
Berliner Woche Nr. 26, 29.06.2011
Ein Fest für neue Bäume
Zukunftswerksatt feiert in Heinersdorf
HEINERSDORF. Unter dem Motto „Bäume für Heinersdorf“ findet am 2. Juli das diesjährige von der Zukunftswerkstatt organisierte Dorffest statt.
Von dem Erlös sollen Bäume in Heinersdorf gepflanzt werden. Wie im vergangenen Jahr wird wieder auf der Wiese in der Straßenbahnwendeschleife der M 2 in der Romain-Rolland-Straße gefeiert. Für Jung und Alt wird viel geboten. Auf der Bühne gibt es ein buntes Programm mit Musik. Es werden Bastelstände für kleine und große Kinder aufgebaut. Der Mach-Mit-Zirkus lädt ein, Kunststücke auszuprobieren. Beim Schach kann man seine Fähigkeiten testen und gegen einen Könner antreten. Einige Arbeitskreise der Zukunftswerkstatt stellen außerdem ihre Arbeiten vor.
Eine große Tombola verspricht zahlreiche Gewinne, und natürlich ist auch wieder die Hebebühne mit dabei, von der aus man einen wunderbaren Blick über Heinersdorf hat. Nicht zuletzt ist natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt. Das Dorffest findet am 2. Juli von 15 bis 22 Uhr statt. BW
Berliner Woche Nr. 26, 29.06.2011
Neues Haus der kleinen Forscher
Heinersdorf. Die Kita „Steinbergzwerge“ in der Berliner Straße 46c ist jetzt mit dem Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet worden. Im Kindergarten werden kindgerecht naturwissenschaftliche Experimente in den Tagesablauf eingebaut. Diese wecken bei den Kindern die Neugierde auf naturwissenschaftliche und technische Phänomene. Zugleich fördern sie das Verständnis der Kinder an Dingen, die sie umgeben und an Zusammenhängen.
Berliner Abendblatt Nr. 25, 25.06.2011
Bäume für Heinersdorf
Heinersdorf feiert am 2. Juli sein viertes Dorffest
HEINERSDORF. Zum nunmehr vierten Dorffest wird am Sonnabend, 2. Juli, um 15 Uhr in die Romain-Rolland-Straße eingeladen. Unter dem Motto „Bäume für Heinersdorf“ wurde es von der Zukunftswerkstatt organisiert. Schöner Nebeneffekt: Von dem Erlös des Festes sollen Bäume in Heinersdorf gepflanzt werden, damit Heinersdorf auch zukünftig grün bleibt.
Wie im vergangenen Jahr wird wieder auf der Wiese in der Straßenbahnwendeschleife der M2 in der Romain-Rolland-Straße gefeiert und natürlich wird auch in diesem Jahr für Jung und Alt wieder viel geboten.
Auf der Bühne wird ein buntes und abwechslungsreiches Programm mit Livemusik präsentiert. Es gibt Bastelstände für kleine und große Kinder, der Mach-Mit-Zirkus lädt dazu ein, Kunsttücke auszuprobieren und am Sachstand sind die Spielfans willkommen. Bei der großen Tombola warten wieder zahlreiche Preise auf die Gewinner, und natürlich wird auch die obligatorische Hebebühne wieder aufgebaut, von der aus man einen wunderbaren Ausblick über Heinersdorf und darüber hinaus hat. Nicht zuletzt ist natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt – an Speis und Trank wird es nicht fehlen.
Das Fest zeichnet sich durch eine rechtgemütlich und vor allem familiäre Atmosphäre aus. Es gibt keine kommerziellen Stände, alles wird in ehrenamtlicher Arbeit vorbereitet und durchgeführt. Der Erlös wird vollständig einem gemeinnützigen Zweck zugeführt. Veranstaltet wird das Dorffest von der Zukunftswerkstatt Heinersdorf, mit Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt Heinersdorf. gis/rgr
Bühnenprogramm
– Zukunftsmusik
– Jiddische Lieder und Geschichten von Olaf Ruhl
– The Leprechauns: Irish Folk Music
– Querbeat
– RNR
Stände auf dem Fest
– Bastelangebote für Kinder
– Malen für Kinder und Erwachsene
– Schachwettbewerb
– Getränke
– Leckeres vom Grill
– 45 Meter hohe Hebebühne
– Erlebniswelt Sprache
– Handarbeiten
– Feuerwehrrundfahrten
Berliner Woche Nr. 25, 22.06.2011
WM auf großer Leinwand
HEINERSDORF. Nach den erfolgreichen Public Viewing-Veranstaltungen der Heinersdorfer Kirchengemeinde zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland werden in diesem Jahr die Spiele der Frauen-Fußball-WM auf Großbildleinwand übertragen. Diese wird im Margaretensaal neben der Dorfkirche aufgebaut. Dort können Fußballfans vom 26. Juni bis zum 17. Juli die Spiele verfolgen. Welche Spiele genau gezeigt werden, teilt die Gemeinde kurz vor WM-Beginn unter www.gemeinde-heinersdorf.de und im Schaukasten an der Kirche mit.
Berliner Woche Nr. 24, 15.06.2011
Leitbild im Netz
Ideen für die weitere Entwicklung von Heinersdorf sind gefragt
HEINERSDORF. Nachdem die Zukunftswerkstatt Heinersdorf erst vor wenigen Wochen ihr neues Nachbarschaftszentrum in der Romain-Rolland-Straße 112 eingeweiht hat, widmet sie sich inzwischen neuen Herausforderungen.Die erste ist die Vorbereitung des diesjährigen Dorffestes. Dieses soll am 2. Juli von 15 bis 22 Uhr stattfinden. Auf der großen Wiese an der Straßenbahn-Endhaltestelle der M 2 will der Verein mit Jung und Alt wieder ein Fest mit buntem Programm und vielfältigen Aktivitäten feiern. Wie in den vorangegangenen Jahren wird es wieder ein Fest von Heinersdorfer Bürgern für die Nachbarn sein. Deshalb ist jeder willkommen, der das Fest mit einem Stand, einer Aktion oder einem Programm auf der Bühne bereichern möchte. Wer etwas zum beitragen will, meldet sich unter Tel. 21 98 29 70 oder per E-Mail dorffest@zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Neben der Festvorbereitung steht für die nächsten Wochen die Weiterentwicklung eines Leitbildes für Heinersdorf auf dem Programm der Zukunftswerkstatt. Mit konzeptionellen Ideen zur Weiterentwicklung des Ortsteils waren engagierte Bürger bereits vor vier Jahren während einer Zukunftswerkstatt beschäftigt. Aus diesem Projekt entwickelte ich schließlich der heutige Bürgerverein.
Inzwischen hat sich im Ortsteil einiges getan. Nicht nur das Nachbarschaftshaus entstand. Auch Spielplätze wurden umgestaltet, Politikstammtische oder sportliche Aktivitäten organisiert. Aber noch hat sich das Stadtbild nicht wesentlich verändert. Das Leitbild wurde und wird deshalb weiter entwickelt. Heinersdorf ist ein Stadtteil mit Potenzial. Mit dem Leitbild will der Bürgerverein Wege aufzeigen, wie sich der Ortsteil weiter entwickeln kann. Außerdem will er konkrete Forderungen formulieren.
Zu dem weiterentwickelten Leitbild will die Zukunftswerkstatt Heinersdorf mit Bürgern und Politikern ins Gespräch kommen. Deshalb ist das Leitbild seit wenigen Tagen im Internet unter http://www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de/projekte_2011_leitbild.php als eine Art Diskussionsgrundlage zu finden. So können sich alle, die Heinersdorf weiter voranbringen wollen, dazu äußern. BW
Berliner Woche Nr. 24, 15.06.2011
Gemeinde feiert Fest
Mit einer Andacht geht es los
HEINERSDORF. Das Sommerfest der evangelischen Gemeinde Heinersdorf findet am 25. Juni statt.
Es beginnt um 15 Uhr mit einer Andacht in der Kirche und wird dann im Pfarrgarten bei Kaffee und Kuchen fortgesetzt. Das Fest steht ganz im Zeichen der notwendigen Restaurierung der Schuke-Orgel in der Kirche. Deshalb werden zum Fest unter anderem auch Besichtigungstouren zur Orgel angeboten. Im Anschluss an lädt die Kantorei am Abend zu ihrem Serenaden-Konzert in der Kirche ein. BW
Berliner Woche Nr. 23, 08.06.2011
Neuer Treff in "Alter Apotheke"
HEINERSDORF. Das Nachbarschaftszentrum "Alte Apotheke" lädt ab sofort an jedem Donnerstag ab 9.30 Uhr unter dem Motto "Kaffee oder Tee?" zu einem Seniorentreff ein. In der Romain-Rolland-Straße 112 können Senioren einen unterhaltsamen Vormittag verleben. Man erfährt mehr zu dem, was in Heinersdorf alles los ist. Die Besucher können Karten oder anderes spielen. Außerdem werden Ausflüge geplant. Der Eintritt ist frei. Infos unter Tel. 21 98 29 70.
Berliner Woche Nr. 23, 08.06.2011
Dem Kind richtig helfen
HEINERSDORF. Nützliche Informationen für Eltern gibt es am 15. Juni in dem Kurs "Erste Hilfe am Kind". Dieser findet von 19 bis 21.30 Uhr in der "Alten Apotheke", Romain-Rolland-Straße 112, statt. Eltern sind sich oft nicht sicher, wie sie in Notsituationen ihren Kindern helfen sollten. Die Kinderkrankenschwester Editha Künzel bietet einen Erste-Hilfe-Kurs für Eltern an. Anmeldung unter Tel. 0177 691 21 12 oder info@babyacademy.de.
Berliner Abendblatt Nr. 22, 04.06.2011
Möbel-Höffner will Pankow aufmöbeln
Pankower können ihre Ideen zum neuen Pankower Tor auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs einbringen
PANKOW. Es ist Stadtgespräch, zumindest in Pankow: Die Krieger Grundstück GmbH, kurz KGG, plant das neue Pankower Tor – ein grünes Stadtquartier auf dem Gelände des ehemaligen Pankower Bahnhofs. Für jedemann offen, bietet das Quartier großzügige Wohn- und Einkaufsmöglichkeiten, eine neue Schule und einen Park mit großem Erholungswert.
Um die Interessen und Bedürfnisse der Pankower auch von Anfang an in die Planung einbeziehen zu können, ist den Planern ein intensiver Dialog mit den Anwohnern besonders wichtig. Der Startschuss dafür wurde bereits gegeben: Am vergangenen Freitag wurde die Info-Box an der Ecke Berliner Straße und Granitzstraße eröffnet. Von dort hat man einen guten Blick über das Gelände des zukünftigen Pankower Tors, hier kann man sich auch mit dem jeweils aktuellen Planungsstand vertraut machen. "Die Info-Box bietet uns die Möglichkeit, auch direkt vor Ort den Dialog zu führen, denn die Anregungen und Meinungen der Pankower sind für ein erfolgreiches Projekt einfach unverzichtbar", so der Investor Kurt Krieger. In der Info-Box werden die Themen Ökologie, Wohnungsbau, Schulneubau, Einkaufsmöglichkeiten, Verkerhsflüsse und Denkmalschutz veranschaulicht. Anhand von Modellen, Schautafeln, Grafiken können sich alle einen umfassenden Überblick verschaffen. Für Fragen stehen zudem jeden Sonnabend in der Zeit von 11 bis 15 Uhr Mitarbeiter der KGG vor Ort zur Verfügung.
Wichtige wirtschaftliche Voraussetzungen für das Gelingen des Projekts sind bereits gegeben: Im Frühjar 2010 wurde das Gelände zwischen der Berliner Straße und der Prenzlauer Promenade inklusive McDonalds und der Aral-Tankstelle von der KGG erworben. Auf der zirka 40 Hektar großen ehemaligen Bahnfläche nördlich der Prenzlauer Promenade sollen ein großzügiges Wohn- und Einkaufszentrum mit einer Schule und einem fünf Hektar großen Stadtpark entstehen. Auch der Rundlokschuppen im nördlichen Grundstücksteil wird in die Planungen einbezogen. Die historisch wertvolle Ruine (gut zu erkennen durch ihre unmittelbare Lage an der Prenzlauer Promenade) soll denkmalschutzgerecht runderneuert und einer neuen Nutzung zugeführt werden.
In die Planungen einbezogen ist auch der Platz zwischen S-Bahntrasse und Granitzstraße. Hier soll im Bereich der Berliner Straße ein Platz geschaffen werden, der städtisches Flair vermittelt und fußgänger- und radfahrergerecht zugleich ist. Das Wohn- und Geschäftshaus an dieser Stelle steht in der zweiten Reihe und dient als Kulisse für diesen Platz. Damit das Ergebnis in jeder Hinsicht überzeugt, soll ein städtebaulicher Ideenwettbewerb (Mehrfachbeauftragung) für Platz und Bebauung ausgelobt werden.
Zur großen Freude der Pankower wird auch Möbel-Höffner in den Bezirk ziehen. Höffner, gegründet 1874, hatte sein erstes Haus in der Veteranenstraße 13, am Zionskirchplatz. Noch heute ist das Mosaik vor dem Hauseingang im Trottoir vorhanden. Das Stammhaus der nach dem 2. Weltkrieg 1967 neu gegründeten Höffner Möbelgesellschaft liegt heute in der Pankstraße im Wedding. Nach dem Fall der Bauer hat es bezogen auf die Gesamtstadt keine optimale Lage mehr und soll durch zwei neue Häuser, eins im Westen (Rangierbahnhof Grunewald) und eins im Osten der Stadt (Alter Güterbahnhof Pankow) ersetzt werden.
Das Projekt "Pankower Tor" ist eines der größten Investitionsvorhaben Berlins. Die erforderlichen und zugesagten Investitionen vor einer Bebauung inklusive Grunderwerb belaufen sich auf mehr als 50 Millionen Euro. Die Gesamtinvestitionen ohne Schule beträgt rund 300 Millionen Euro. Und noch eine beeindruckende Zahl: Das Projekt schafft deutlich mehr als 1.000 Arbeitsplätze. gis/rgr
Berliner Zeitung, 01.06.2011
Senat lehnt Kriegers Baupläne ab
Ein Möbelhaus darf der Unternehmer in Pankow errichten, aber kein Einkaufszentrum
Von Stefan Strauss
Der Möbelhändler Kurt Krieger darf nicht wie geplant in Berlin bauen. Der Senat lehnt ein 30000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum auf dem Gelände des früheren Rangierbahnhofes in Pankow ab. "Neue Einkaufszentren sollen vorrangig in den Hauptlagen bestehender Zentren angesiedelt werden", begründet Staatssekretärin Maria Krautzberger von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die ablehnende Haltung des Senats in der Beantwortung einer Kleinen Anfrage des Grünen-Abgeordneten Andreas Otto. Lediglich "Fachmärkte für nicht zentrenrelevanten Handel", also Autohäuser, Baumärkte, Gartencenter und Möbelhäuser, seien für das brach liegende 40 Hektar große Areal zwischen den S-Bahnhöfen Pankow und Heinersdorf vorgesehen. "Dies schließt ein Einkaufszentrum aus", steht in dem Papier.
Der Einspruch des Senats kommt überraschend. Erst vor wenigen Tagen hat Krieger seine Planung für das Projekt "Pankower Tor" nach 19 Änderungen der Öffentlichkeit vorgestellt, SPD und Linke in Pankow sprachen von einem "integrierten Gesamtkonzept" und einer "großen Chance für Pankow".
Für 350 Millionen Euro will der Unternehmer in den kommenden Jahren einen großen Stadtplatz mit Wohn- und Geschäftshäusern errichten, bis 2018 einen Park anlegen, mit 1370 neuen Bäumen, Freilichtbühne und Spielplätzen. Geplant sind ein Möbelhaus Höffner, Fachmärkte und ein Einkaufszentrum sowie Tausende Parkplätze.
Die Grünen haben das Bauvorhaben bisher abgelehnt, nun sehen sie sich bestätigt. Abgeordneter Andreas Otto sagt, das Rangierbahnhof-Gelände sei das größte Pankower Gebiet mit Entwicklungspotenzial für Wohnen, Grünflächen und Gewerbe. Der Schwerpunkt Einzelhandel verschenke wertvolle Flächen. Kurt Krieger war gestern nicht zu erreichen.
Berliner Woche Nr. 21, 25.05.2011
Feuerwehrleute zeigen ihr Können
Wache lädt vom 2. bis 4. Juni zu ihrem diesjährigen Feuerwehrfest
HEINERSDORF. Zum diesjährigen Heinersdorfer Feuerwehrfest lädt der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr vom 2. bis 4. Juni ein.
Los geht es am 2. Juni ab 10 Uhr mit einer Herrentagsfeier und einem gemütlichen Beisammensein. Am 3. Juni ab 17 Uhr geht das Fest mit Musik von der "Berliner Oldie Band" und einem DJ weiter. Zu einem Tag der offenen Tür lädt der Förderverein dann am 4. Juni von 10 Uhr bis in den späten Abend hinein ein. An diesem Tag haben die Heinersdorfer die Chance, die Feuerwehrleute und ihre Wache an der Romain-Rolland-Straße 105-107 näher kennenzulernen. Vor allem erfahren sie auch mehr über die Jugendfeuerwehr.
Die Idee, ein Feuerwehrfest zu veranstalten, entstand im 2009 gegründeten Förderverein. "Wir bemerkten, dass die Freiwillige Feuerwehr von den Heinersdorfern wenig wahrgenommen wird", erklärt der Vereinsvorsitzende Steffen Adam. Früher heulte immer eine Sirene auf, wenn die Feuerwehr gebraucht wurde. Wenn wenig später das Tatütata zu hören war, wussten die Heinersdorfer: Unsere Feuerwehr ist wieder im Einsatz. Heute wird über Pieper alarmiert. Da bekommen die Heinersdorfer von den Einsätzen nur noch wenig mit. Dass sich die Heinersdorfer seit 1901 bis heute ohne Unterbrechung auf ihre Feuerwehr verlassen können, auch das wollen die Kameraden bei ihrem Fest deutlich machen. Ein weiterer wichtiger Grund für das Feuerwehrfest: "Wir wollen natürlich auch um Nachwuchs werben", so Steffen Adam. Zurzeit hat die Freiwillige Feuerwehr 19 Feuerwehrmänner und zwei Feuerwehrfrauen.
In der Heinersdorfer Jugendfeuerwehr lassen sich außerdem 15 Kinder und Jugendliche in das Einmaleins des Feuerwehrdienstes und der Ersten Hilfe einführen. "Uns sind aber stets weitere Kameraden in der Freiwilligen- und in der Jugendfeuerwehr willkommen", sagt Steffen Adam. Ihre Treffen hat die Jugendfeuerwehr jeden Donnerstag von 17 bis 19 Uhr, die Freiwillige Feuerwehr donnerstags ab 19.30 Uhr.
Für den Tag der offenen Tür haben sich die Organisatoren um Steffen Adam allerhand einfallen lassen. Unter anderem werden Feuerwehrvorführungen, Rundfahrten und ein Showprogramm angeboten. Daneben gibt es einige Fahrgeschäfte sowie Stände, an denen sich Vereine und Organisationen präsentieren. BW
Weitere Informationen gibt es unter www.ff-heinersdorf.de.
Berliner Woche Nr. 21, 25.05.2011
Rad-Check für Kinder
Am 28. Mai in der "Alten Apotheke"
WEISSENSEE. Die Zukunftswerkstatt Heinersdorf lädt am 28. Mai Kinder ab 15 Uhr zu einem Fahrradcheck in die "Alte Apotheke", Romain-Rolland-Straße 112, ein. Der Motor-Fahrrad-Service Illinger aus Heinersdorf will dabei helfen, kleinere Reparaturen selbst auszuführen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, eine kleine Spende aber gern willkommen. Weitere Infos unter Tel. 21 98 29 70.
Berliner Woche Nr. 21, 25.05.2011
Ein erster Schritt in Richtung Pankower Tor
Bezirksverordnete geben grünes Licht für Kurt Kriegers Pläne auf dem früheren Rangier- und Güterbahnhof
PANKOW. Für die geplante Neugestaltung des früheren Rangier- und Güterbahnhofs hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht gegeben.
Damit kann die Krieger Grundstücksgesellschaft GmbH (KGG) ihre Planungen für dieses riesige Areal weiter fortschreiben. Vor gut einem Jahr stellte Investor Kurt Krieger seine ersten Ideen vor. Seitdem gab es viele Gespräche zwischen Bezirksamt, Verordneten und Investor. 19-mal wurden die Grobplanungen verändert. Nun liegt ein Entwurf vor, für den es eine Mehrheit in der BVV gibt. Einzig die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen steht ihm skeptisch gegenüber.
Der Rangier- und Güterbahnhof an der Granitzstraße ist vor 15 Jahren stillgelegt worden. Nach der Beräumung liegen die 250 000 Quadratmeter brach. Ende 2009 kaufte Kurt Kriegers Unternehmensgruppe das Areal. Der Unternehmer machte sich mit Möbel-Höffner bundesweit einen Namen. Seit einigen Jahren ist er auch Inhaber einer Projektentwicklungsgesellschaft. Mit dieser entwickelte er große Einkaufszentren in ganz Deutschland. Dass er sich nun auf der größten Stadtbrache Pankows engagieren will, hat auch persönliche Gründe. Krieger wuchs nicht weit entfernt in Schlossparknähe auf.
Seinem Konzept gibt der Investor den Namen "Pankower Tor". Unmittelbar an der Granitz- und Berliner Straße soll ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen, das einen neuen Platz einfassen wird. Nicht weit entfernt baut der Investor für den Bezirk eine Schule für 1200 Schüler. Daran wird sich ein Park mit etwa fünf Hektar anschließen. Bebauungsschwerpunkte auf dem Gelände sind aber ein Einkaufszentrum mit 30 000 Quadratmetern sowie ein Möbelhaus mit 40 000 Quadratmetern unweit von der Prenzlauer Promenade. Der Investor hat außerdem eine Kaufoption für das an Heinersdorf grenzende Gelände, nordöstlich der Prenzlauer Promenade. Dort steht der denkmalgeschützte Rundschuppen. Diesen möchte der Investor, wenn sich das Land beteiligt, restaurieren. Danach könnte das Gebäude zum Beispiel kulturell genutzt werden.
Neben diesen Bauprojekten plant Kurt Krieger, auf der Fläche 1370 Bäume zu pflanzen. Außerdem wird er in die Verkehrsinfrastruktur investieren. So soll die Zufahrt von der Prenzlauer Promenade neu gebaut werden. Auf der Granitzstraße entsteht ein Radweg, und auf dem Gelände wird eine Trasse für die Verlängerung der Straßenbahnlinie M 2 freigehalten.
In der Bezirkspolitik ist man froh, dass man einen kompetenten Investor als Partner hat. "Wir haben jetzt ein Jahr lang geredet. Viele Schwerpunkte, die wir als Bezirk sehen, sind in den Planungen berücksichtigt worden", erklärt Roland Schröder, Vorsitzender des BVV-Ausschusses für Stadtentwicklung. Strittigster Punkt in den Gesprächen war zweifellos die Frage: Braucht Pankow noch ein neues Einkaufzentrum? Die Mehrheit der Verordneten bejaht dies. Noch wird jeder vierte Euro von Pankowern beim Einkaufen in anderen Bezirken ausgegeben. Hinzu kommt, dass die Bevölkerungszahl in Pankow weiter wächst. Damit andere Einkaufszentren im Bezirk nicht gefährdet werden, einigte man sich mit dem Investor auf einen Kompromiss: Das neue Einkaufszentrum soll nicht am Bahnhof Pankow, sondern mehr zur Prenzlauer Promenade hin entstehen. Außerdem wird kleiner als ursprünglich geplant.
Mit Investor Krieger einigte sich der Bezirk außerdem darauf, dass alle Planungsschritte transparent ablaufen werden. "Ich möchte hier so bauen, dass auch die Nachbarn damit einverstanden sind", sagt Kurt Krieger. Deshalb will er von Anfang an alle Karten auf den Tisch legen. So eröffnet er am 27. Mai eine Infobox am S-Bahnhof. In dieser können Pankower sonnabends Einblick in den aktuellen Stand der Planungen nehmen und Fragen stellen. Die Öffnungszeiten werden demnächst unter www.pankower-tor.de bekannt gegeben. Auch hier gibt es alle Informationen zum Stand der Planungen.
Mit dem Beschluss der BVV, dass das Bezirksamt gemeinsam mit dem Investor die Entwicklung des Rangierbahnhofs vorantreiben soll, ist der erste Schritt in Richtung "Pankower Tor" getan. Krieger, der mit einer Investition von etwa 350 Millionen Euro rechnet, geht von einer Umsetzungszeit von mindestens zehn Jahren aus. BW
Berliner Woche Nr. 21, 25.05.2011
Wer möchte mittanzen?
Heinersdorf. Im neuen Kindertanzkurs im Nachbarschaftshaus "Alte Apotheke" in der Romain-Rolland-Straße 112 gibt es noch freie Plätze. Willkommen sind Mädchen und Jungen zwischen vier und elf Jahren. Mehr erfahren die Eltern unter Tel. 21 98 29 70 oder per E-Mail an nbh@zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Berliner Woche Nr. 20, 18.05.2011
Nachbarn feiern in Heinersdorf
HEINERSDORF. Anlässlich des Tages der europäischen Nachbarschaft laden die Zukunftswerkstatt Heinersdorf und das Wohnungsunternehmen Gesobau am Freitag, 27. Mai, zu einem Fest in das neue Nachbarschaftshaus "Alte Apotheke" in der Romain-Rolland-Straße 112 ein. Ab 15 Uhr wird ein buntes Programm beispielsweise ein Mitmachzirkus geboten. Auch für eine kleine Stärkung ist gesorgt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Berliner Morgenpost, 16.05.2011
Nachbarschaftshaus für Heinersdorf
Auch in Heinersdorf gibt es bürgerschaftliches
Engagement. An der Romain-Rolland-Straße 112 wurde mithilfe der Zukunftswerkstatt
Heinersdorf ein ehemaliges
Apothekengebäude in ein Nachbarschaftszentrum
verwandelt. Der Verein
hat das ungenutzte Gebäude in den vergangenen
Monaten um- und ausgebaut.
Ende März war die festliche Eröffnung. „Bis auf Kleinigkeiten ist alles fertig“, sagt
Mitarbeiterin Doreen Stock. Das Haus gehört
der Gesobau. Eine Gruppe von 15 bis
20 Helfern, meist Vereinsmitglieder, hat
viele Arbeiten selbst durchgeführt, auch
in Einsätzen am Wochenende. Alte Böden
wurden herausgerissen und durch neue
ersetzt, die Wände verputzt und gemalert
sowie eine Rampe für Rollstuhlfahrer und
eine behindertengerechte Toiletten eingebaut.
Für den Umbau stellte die Stiftung
der Deutschen Klassenlotterie Berlin
67 500 Euro bereit. Miete und Betriebskosten
bezahlt künftig das Bezirksamt
Pankow. Das Nachbarschaftshaus des
Vereins war früher an der Berliner Straße
untergebracht. „Durch den neuen Standort
sind wir in Heinersdorf stärker präsent“,
sagt Doreen Stock. Die neuen Räume
sind größer und besser ausgestattet als
die alten. Ganz in der Nähe liegt ein Spielplatz.
Das Nachbarschaftshaus ist ein
Treff für alle Generationen. Besonders gefragt
sei der Handarbeitskursus für Kinder,
erzählt Doreen Stock. Es gibt Musik-,
Yoga-, Tanz- und Pilateskurse, einen Schülerklub
sowie ein Eltern-Kind-Café. Der
Verein engagiert sich auch im Kiez. So hat
er in den vergangenen Jahren den Bolzplatz
an der Romain-Rolland-Straße saniert.
Die Zukunftswerkstatt nutzt den
Platz für Fußball und Volleyball. Im Juli
2011 ist in Dorffest geplant, im September
der Heinersdorfer Viertelmarathon.
Der Tagesspiegel, 12.05.2011
Früherer Güterbahnhof soll zu Einkaufszentrum werden
Von Nik Afanasjew
Zwischen den S-Bahnhöfen Pankow und Heinersdorf soll ein neues Einkaufszentrum entstehen. Doch die Pankower sollen auf dem früheren Bahnhof mehr als nur shoppen können.
Die lang gezogene Brache zwischen den S-Bahnhöfen Pankow und Heinersdorf lädt die seltenen Besucher bislang eher zum Wegschauen als zum Träumen ein. Mit anderen Augen betrachtet der Investor Kurt Krieger das Gelände, als Eigentümer von Höffner der zweitgrößte Möbelverkäufer Deutschlands nach Ikea. Ausgerechnet auf diesem drögen Seitenstreifen der Industrie-Geschichte will er sein Projekt Pankower Tor realisieren. Schon die Zahlen versprechen einiges: 350 Millionen Euro Investitionssumme für das 40 Hektar große Gelände, ein Einkaufszentrum mit 30 000 und ein Möbelhaus mit 40 000 Quadratmetern Verkaufsfläche, 1370 neue Bäume, 1000 neue Arbeitsplätze und ein fünf Hektar großer Park.
In maximal zehn Jahren soll alles fertig sein – Pankow würde sich maßgeblich wandeln.
Anfang 2010 hatte Krieger das Gebiet um den ehemaligen Rangierbahnhof von der Aurelis erworben, die sich lange mit dem Bezirk um die richtige Nutzung gestritten hatte. Auch Krieger konnte die Politiker nicht sofort überzeugen, der aktuelle Entwurf ist bereits die Nummer 19 in diesem Jahr. Nun folgte die Trendwende. "Es ist ein sinnvolles Gesamtkonzept mit einem guten Nutzungsmix, die Aurelis wollte die Fläche zerstückeln", sagt Roland Schröder, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung bei der SPD. Auch die Linke in Pankow zeigt sich aufgeschlossen. "Wir haben einen wachsenden Bezirk, der in einem Wettbewerb mit anderen Bezirken und dem Umland steht, wir brauchen die Investitionen", sagt der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Wolfram Kempe. CDU und die FDP können mit Kriegers Plänen ebenfalls gut leben, einzig die Grünen sprechen sich gegen das Projekt aus. Vor allem das geplante Einkaufszentrum missfällt dem Bezirksverordneten Cornelius Bechtler: "Es ist eine vollkommen unausgegorene Planung und eine Gefahr für das Pankower Zentrum. Wir sind ja bereit, mit Herrn Krieger zu arbeiten, aber so sind die Pläne gar nicht genehmigungsfähig." Ähnlich kritisch äußert sich auch Rolf-Siegfried Plasa, Centermanager der Schönhauser Allee Arcaden: "Für den Bezirk ist es ein Gewinn, aber ob es in dieser Größenordnung sein muss?"
Als wichtigsten Faktor gegen das Projekt sehen sowohl Befürworter als auch Gegner den Senat, denn nach dem Bezirk muss auch die noch unwillige Landesregierung zustimmen – ob also wie geplant gebaut werden kann, ist noch offen.
Kurt Krieger will auf friedliche Kooperation statt auf Konfrontation setzen: "Wir werden über das gesetzlich Notwendige hinaus die Bürger einbinden, sie mit einer Infobox informieren und einladen, eigene Ideen einzubringen." Neben finanziellen Aspekten führt Krieger auch persönliche Gründe für sein Engagement ins weite Pankower Feld, er ist in der Nähe aufgewachsen und fühlt sich nach eigener Auskunft seiner Heimat verbunden. Außer in Pankow soll auch auf dem alten Rangierbahnhof Grunewald in Wilmersdorf eine neue Höffner-Filiale entstehen, der ungünstig gelegene Markt an der Pankstraße im Wedding dafür weichen.
Die Fläche nördlich der Prenzlauer Promenade, die Krieger noch nicht erworben, aber per Option dazukaufen kann, hat mit dem Rundlokschuppen eine denkmalgeschützte Ruine. Krieger will sie für fünf Millionen Euro sanieren, dort schwebt ihm eine kulturelle Nutzung vor. "Vielleicht machen wir dort die Oper von Pankow", sagt Krieger scherzhaft in seinem breiten Berlin-Dialekt.
Berliner Woche Nr. 19, 11.05.2011
Gärtner treffen sich
Neue Gartengruppe ins Leben gerufen
HEINERSDORF. Der Verein Zukunftswerkstatt Heinersdorf hat eine Gartengruppe ins Leben gerufen.
Diese trifft sich unter dem Motto "Naturnah gärtnern" das nächste Mal am 17. Mai um 19 Uhr. In dieser Gruppe wird über Möglichkeiten, Vorteile und Probleme beim Anlegen und Bewirtschaften eines naturnahen Gartens diskutiert. Wer mitmachen möchte, meldet sich unter Tel. 21 98 29 70 oder nbh@zukunftswerkstatt-heinersdorf.de und erfährt dann, in welchem Garten das nächste Treffen stattfindet. BW
Berliner Woche Nr. 19, 11.05.2011
Trödeln bei den "Zwergen"
HEINERSDORF. Zu einem Kinder- und Spielsachen-Trödelmarkt lädt die Kita "Steinbergzwerge", Berliner Straße 46c, am 21. Mai von 14 bis 17 Uhr ein. Wer als Verkäufer teilnehmen will, meldet sich per E-Mail an: kita-steinbergzwerge@jao-berlin.de. Weitere Infos bei der Leiterin Ute Günzel unter Tel. 472 21 88.
Berliner Woche Nr. 19, 11.05.2011
Alle Anbieter auf einem Platz
Sozial-, Kultur- und Jugendeinrichtungen stellen sich vor
WEISSENSEE. Der diesjährige große Sozial-Kultur-Markt der Vereine, Einrichtungen und freien Träger aus Weißensee findet am Donnerstag, 12. Mai, auf dem Antonplatz statt.
Los geht es um 15 Uhr. Die freien Träger aus unterschiedlichen Bereichen wollen auf diesem Markt zeigen, was es in Weißensee alles gibt an Freizeit-, Kultur-, Jugend-, Sport-, Senioren- und Frauenangeboten. Mit dabei sind unter anderem die Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek, der Frauenladen Paula, das Frei-Zeit-Haus, die Stephanus-Stiftung, das Atelier Klemke, das Projekt Laib und Seele und die Weißenseer Kirchengemeinden.
Insgesamt 26 Stände werden aufgebaut. Dort bieten die einzelnen Einrichtungen nicht nur Informationen, sondern auch zahlreiche Aktionen an. Die Weißenseer Heimatfreunde veranstalten zum Beispiel ein Quiz zum Ortsteil. Am Stand der Zukunftswerkstatt Heinersdorf können außerdem schöne Holzblumen gebastelt werden, und am Stand des Vereins Gangway können Interessierte einen Rauschparcours absolvieren.
Neben den Ständen gibt es auch ein Unterhaltungsprogramm mit Musik und Spaß von Weißenseer Künstlern, Spiele, Kaffee und Kuchen. Außerdem wird der Mitmach-Zirkus der Jugendeinrichtung H.O.F.23 zum Ausprobieren kleiner artistischer Kunststücke einladen. Der Markt wird bis etwa 18 Uhr
stattfinden. BW
Berliner Woche Nr. 18, 04.05.2011
Theater auf dem Platz A
HEINERSDORF. Der Bürgerverein Zukunftswerkstatt Heinersdorf lädt am 8. Mai zu Puppentheater ein. Das Theater Kaleidoskop wird das Märchen "Ali Baba und die 40 Räuber" zeigen. Aufgeführt wird das Märchen aus 1001 Nacht um 15 Uhr auf dem Platz A an der Straße 4. Sollte das Wetter schlecht sein, wird die Aufführung in das neue Nachbarschaftshaus an der Romain-Rolland-Straße 112 verlegt. Der Eintritt zum Stück kostet drei Euro.
Berliner Woche Nr. 17, 27.04.2011
Vom Sängerknaben zum Kantor
Wolfgang Hensel ist seit einem halben Jahrhundert eine Heinersdorfer Institution
HEINERSDORF. Er gehört bereits zum Inventar der Heinersdorfer Gemeinde: Wolfgang Hensel. Dieser Tage kann er auf 50 Jahre als Kantor zurückblicken, und ebenso alt ist nun auch die Heinersdorfer Kantorei.
Im April 1961 begann der damals 33-Jährige seine Tätigkeit in Heinersdorf. Zwar gab es ort auch vor ihm schon einen Kantor. Dessen Wirken beschränkte sich aber, neben dem sonntäglichen Orgelspiel, nur auf einen kleinen Kirchenchor. Wolfgang Hensel wollte mehr, eine richtige Kantorei. Der junge Mann hatte bereits eine beeindruckende musikalische Karriere hinter sich. Als Knabe sang er im Dresdener Kreuzchor. Nach Berlin kam er später als Chordirektor des Staatlichen Volkskunstensembles. Konzertreisen führten ihn um die halbe Welt. Später wurde er stellvertretender Leiter der Köpenicker Musikschule, arbeitete eine Zeit lang bei der Schallplatte und wirkte im Acappella-Chor Berlin mit, den er auch in seiner Heinersdorfer Zeit noch leitete.
Mit dem Amtsantritt Wolfgang Hensels begann in der evangelischen Gemeinde Heinersdorf musikalisch eine neue Zeitrechnung. Den vielen Beziehungen, die sich der Musiker über die Jahre aufgebaut hatte, war es zu verdanken, dass er in Heinersdorf von Anfang an ein musizierfähiges Ensemble beisammen hatte. Neben einigen engagierten Gemeindemitgliedern brachte er Chorsänger, Instrumentalisten und Solisten aus seinen früheren Betätigungsfeldern mit. Diese halten ihm und der Kantorei zum Teil bis heute die Treue. Damit wurde die Kantorei das, was sie bis heute ausmacht. Sie ist eine musikalische Vereinigung, deren Wirken und deren Mitwirkende sich nicht auf die Gemeinde beschränken. Die Kantorei ist ein Ort für Musiker aus der ganzen Stadt. Das erste größere Konzert, das Kantor Hensel zur Aufführung brachte, war die Bach-Kantate Nr. 1 "Nun komm der Heiden Heiland", die im Advent 1961 in der Heinersdorfer Kirche erklang. Danach ging es Schlag auf Schlag. Ob zu Weihnachten, zu Pfingsten oder zum Erntedank, immer bereicherte der Kantor die Höhepunkte im Kirchenjahr mit musikalischen Attraktionen. In den 70er-Jahren wurde sogar der Rundfunk auf die Kantorei aufmerksam. In der Heinersdorfer Kirche entstanden mehr als 30 Aufnahmen für die Evangelische Morgenfeier, die im Rundfunk der DDR übertragen wurden.
Inzwischen ist der Heinersdorfer Kantor 83 Jahre alt. Aber auch im Ruhestand leitet die die Kantorei weiter. Zu dieser gehört heute neben Chor und Orchester "Collegium musicum" auch der Kinderchor, der seit 1961 viele junge Menschen für die Musik begeisterte. Befragt nach dem, was seine Arbeit in den vergangenen 50 Jahren besonders bestimmt hat, antwortet Wolfgang Hensel lächelnd: "Improvisation." Eine Fähigkeit, die neben der musikalischen wohl die besondere Qualität des Kantors ausmacht. Das 50. Jubiläum ihres Kantors und der Kantorei wird die Heinersdorfer Gemeinde am 22. Mai mit einem Festgottesdienst feiern. BW
Berliner Woche Nr. 16, 20.04.2011
Osterfeuer in Heinersdorf
HEINERSDORF. Der Heinersdorfer Feuerwehrverein entfacht am Sonnabend, 23. April, um 17 Uhr ein Osterfeuer. Dieses wird auf dem Hof der Feuerwache in der Romain-Rolland-Straße 105-107 entzündet. Sollte es an diesem Abend kalt sein, werden den Besuchern auch Glühwein und Punsch angeboten. Gesorgt ist auf jeden Fall für Speis und Trank. Die Heinersdorfer Bürger können bei guter Musik ein paar schöne Stunden am Osterfeuer verbringen.
Berliner Woche Nr. 16, 20.04.2011
Vorerst keine neuen LED-Leuchten
Wissenschaftler werten Testlauf aus
HEINERSDORF. Im Bezirk Pankow wird es vorerst keine weiteren LED-Leuchten auf öffentlichen Straßenland geben.
Diese Entscheidung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung musste der Stadtrat für öffentliche Ordnung, Jens-Holger Kirchner (B'90/Grüne), kürzlich der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zur Kenntnis geben. Die BVV hatte vor zwei Jahren beschlossen, dass sich das Bezirksamt beim Senat dafür einsetzen soll, dass bei Sanierungsarbeiten gleich neue LED-Leuchten als Straßenlaternen eingesetzt werden. Dem Senat fehlt dafür allerdings das Geld. Denn die LED-Leuchten verbrauchen zwar weniger Strom und haben eine längere Haltbarkeit, sind aber wesentlich teurer in der Anschaffung. Deshalb beteiligt sich die Senatsverwaltung am Bundeswettbewerb "Kommunen im neuen Licht". Mit dem erwarteten Preisgeld sollten weitere Projekte gestartet werden, um Erfahrungen mit LED-Leuchten sammeln zu können. Aber leider gewann Berlin in diesem Wettbewerb keinen Preis.
Um trotzdem Erfahrungen mit den neuen Leuchten sammeln zu können, initiierte der Senat mit Unterstützung der Firma Hella einen ersten Testlauf. Vor einem Jahr wurden in der Treskowallee 13 herkömmliche Straßenleuchten durch LED-Leuchten ersetzt. Jeden Tag wurden unterschiedliche Wattzahlen für die Ausleuchtung der Straße getestet. Wissenschaftlich begleitet wurde der Versuch vom Fachgebiet Lichttechnik der Technischen Universität. Zurzeit werden die Untersuchungsergebnisse ausgewertet. Die Fachleute erhoffen sich, Erkenntnisse über tatsächliche Einsparpotenziale zu erhalten. BW
Berliner Abendblatt Nr. 14, 09.04.2011
Yoga in der Apotheke
Die Zukunftswerkstatt stellt sich vor
HEINERSDORF. Wer schon oft an der alten Apotheke in Heinersdorf vorbeigelaufen ist und sich gefragt hat, was darin vor sich geht, hat am Samstag, 16. April, die Möglichkeit es herauszufinden. Die im März dorthin umgezogene Zukunftswerkstatt veranstaltet an diesem Datum einen Tag der offenen Tür.
Die Zukunftswerkstatt gibt es seit Ende 2007. Gegründet hat sie ein Verein aus ehrenamtlichen Anwohnern. Dazu gehören auch Sandra Caspers und Saskia Münch. Den Ort, in dem sie leben, zu verbessern, ist den Beiden ein großes Anliegen, daher engagieren sie sich für das Projekt. Inzwischen sind 80 Personen aktive Mitglieder.
Nun zog der Verein nach langen Renovierungsarbeiten von der Berliner Straße in die größeren Räume einer alten Apotheke um.
Betritt man den hellen Raum, spürt man sofort die lockere Atmosphäre. Viele Kinder sitzen um die Tische und basteln. Die ausgebaute Apotheke hat alles, was eine Wohnfühl-Wohnung braucht: Eine geräumige Küche, ein Kinderzimmer, ein Sport- und Musikzimmer und einen großen Gemeinschaftsraum. So gesehen ist es eine Wohnung für alle Heinersdorfer.
Sandra Caspers und Saskia Münch organisieren die Veranstaltungen zusammen mit anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Beide bewältigen die Arbeit, die eigentlich ein Fulltimejob wäre, nebenher. Doch der Verein lebt nun einmal vom Ehrenamt und daher investieren sie die Zeit gerne.
In den neuen Räumen ist mehr Platz für das vielfältige Angebot, das von künstlerischen Kursen und Musikangeboten über Sport- und Yogakurse bis hin zu geselligen Nachmittagen reicht. Zu den regelmäßigen Workshops kommen einmalige Angebote, so dass fast jeden Tag etwas in der Werkstatt angeboten werden kann. Viele Kurse können auf Spendenbasis angeboten werden. Nur wenn Materialkosten anfallen und bei den professionell geleiteten Sportkursen muss ein fester Betrag gezahlt werden.
"Mit diesem Angebot soll vor allem der Nachbarschaftsaustausch verbessert werden", betont Saskia Münch. Besonders Familien mit Kindern freuen sich über die Anlaufstelle, da es im Ortskern nicht einmal ein Café gibt, in dem man sich treffen kann. Momentan gibt es viele Angebote, für Kinder und Jugendliche, doch auch für Senioren sollen sie ausgebaut werden. Außerdem will die AWO (Arbeiterwohlfahrt) schon bald mit in die alte Apotheke ziehen. Damit kommen noch mehr Angebote hinzu.
"Durch den neuen Standort merken wir ein verstärktes Interesse: Viele Anwohner bleiben stehen und gucken in die großen Fenster", sagt Sandra Caspers, Mit der Zeit hoffen die Vorstandsmitglieder auf noch mehr positive Resonanz und eine verbesserte Kommunikation in ihrem Heinersdorf, das für Sandra Caspers das Dorf vor der Stadt ist.
Der Tag der offenen Tür der Zukunftswerkstatt findet am Samstag, dem 16. April, von 10 bis 16 Uhr in der Romain-Rolland-Straße 112 statt. Der Besucher bekommt einen Überblick über das Kursangebot und lernt die neuen Räume kennen. Außerdem können mitgebrachte Pflanzen, Samen, Zwiebeln oder Stecklinge mit anderen getauscht werden. Infos: www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de oder Telefon 21 98 29 70. line
Berliner Woche Nr. 14, 06.04.2011
Wie helfe ich meinem Kind?
HEINERSDORF. Wie kann man seinem Kind helfen, wenn es sich verletzt. Nützliche Informationen dazu gibt es am 13. April in einem Kurs "Erste Hilfe am Kind". Die Veranstaltung findet von 19 bis 21.30 Uhr im Nachbarschaftshaus, Romain-Rolland-Straße 112, statt. Die Kinderkrankenschwester Editha Künzel bietet einen speziellen Erste-Hilfe-Kurs an. Anmeldung unter Tel. 0177 691 21 12 oder per EMail info@babyacademy.de.
Berliner Woche Nr. 14, 06.04.2011
Neues Leben in der Alten Apotheke
Das Haus für Heinersdorfer Nachbarn wurde jetzt offiziell eröffnet
HEINERSDORF. Die Zukunftswerkstatt Heinersdorf hat in der Romain-Rolland-Straße 110 offiziell ihr neues Nachbarschaftshaus eröffnet.
Im zurückliegenden halben Jahr hatten die Vereinsmitglieder und zahlreiche Unterstützer die frühere Apotheke mit viel ehrenamtlichem Engagement und mit Unterstützung von Fachfirmen zum Nachbarschaftshaus ausgebaut. Über 500 Stunden freiwilliger Arbeit wurden investiert. Circa 104 000 Euro kostete der Umbau. Einer der größten Posten war dabei der Einbau eines Treppenlifts. Mit diesem ist das neue Nachbarschaftshaus jetzt auch behindertengerecht. Finanziell unterstützt wurde der Ausbau durch die Lottostiftung, die Gesobau-Stiftung, die Ikea-Stiftung und weitere zahlreiche
Spender.
Zur Eröffnung des Nachbarschaftshauses erinnerte Vorstandsmitglied Gerd Müller an die Anfänge der Heinersdorfer Zukunftswerkstatt. Vor vier Jahren trafen sich engagierte Bürger, um Visionen für ihren Ortsteil zu entwickeln. Dass aus diesem Projekt mal ein Bürgerverein werden würde, hatte seinerzeit noch keiner gedacht. Aber das Engagement der Bürger konnte vieles bewegen. So eröffnete der Verein vor zwei Jahren mit Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaft Gesobau sein erstes Nachbarschaftshaus in der Berliner Straße 5. "Das füllte sich rasch mit Leben. Schon bald war das Nachbarschaftshaus zu klein für die vielen Angebote", erinnert sich Gerd Müller. Als sich Vereinsmitglieder nach größeren Räumen umsahen, wurde die Vereinsvorsitzende Sandra Caspers auf die leer stehende alte Apotheke an der Romain-Rolland-Straße aufmerksam.
Mit dem Vermieter Gesobau und dem Bezirksamt kam der Verein überein, dass in diesen Räumen das neue Heinersdorfer Nachbarschaftshaus entstehen soll. Mit der Gesobau wurde ein langfristiger Mietvertrag abgeschlossen. Im Erdgeschoss entstand nun ein großer Veranstaltungsraum. Im Obergeschoss haben die Vereinsmitglieder im früheren Apothekenlabor die "Traumwerkstatt" eingerichtet. Dabei handelt es sich um einen Ohne-Schuhe-Raum, in dem Kurse für Babys, Kleinkinder und deren Eltern angeboten werden. Daneben befindet sich das Vereinsbüro. Eine große Küche, ebenfalls behindertengerecht, entstand im Raum nebenan. Im Kellergeschoss wurde ein neuer, schallisolierter Jugendfreizeitraum eingerichtet.
Außerdem fanden im Keller Sanitäreinrichtungen und ein Lagerraum Platz. Das neue Nachbarschaftshaus wird künftig aber nicht nur von der Zukunftswerkstatt Heinersdorf genutzt. Die Arbeiterwohlfahrt, die bisher ganz in der Nähe ihre Einrichtung "Qasselstube" betrieb, gab diese Anfang April auf. Sie nutzt nun auch das Nachbarschaftshaus für ihre Angebote. Das spart dem Bezirksamt nicht nur Fördermittel. Man erhofft sich von der Zusammenarbeit auch Synergien.
Nach dem Abschluss des aufwendigen Projektes fielen die Mitglieder der Zukunftswerkstatt Heinersdorf nicht in ein "tiefes Loch", versichert Gerd Müller. "Es gibt noch genug für unseren Ortsteil zu tun. Wir wollen nun an einem Leitbild für Heinersdorf arbeiten", betont er. BW
Weitere Informationen zur Alten Apotheke gibt es im Internet unter www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Berliner Woche Nr. 14, 06.04.2011
Passionsmusik in Heinersdorf
HEINERSDORF. Am 9. April um 18 Uhr lädt die Heinersdorfer Kantorei zu einem Jubiläumskonzert in die evangelische Kirche in der Romain-Rolland-Straße 56 ein. Auf dem Programm steht die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Es musizieren Chor und "collegium musicum" der Heinersdorfer Kantorei unter der Leitung von Kantor Wolfgang Hensel. Die Heinersdorfer Kantorei begeht in diesem April ihren 50. Geburtstag. Der Eintritt ist frei.
Berliner Woche Nr. 14, 06.04.2011
Neuer Treff für Schüler
HEINERSDORF. In der Alten Apotheke in der Romain-Rolland-Straße 112 öffnet zweimal in der Woche ein Schülerclub seine Türen. Der angehende Erzieher Lennard Dahlenburg lädt Kinder und Jugendliche dazu immer montags und donnerstags ab 15 Uhr in den Jugendraum des Nachbarschaftszentrums ein. Er hilft bei den Hausaufgaben und organisiert Freizeitaktionen. Kontakt erhalten Schüler per E-Mail an lennard.dahlenburg@zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Berliner Woche Nr. 14, 06.04.2011
Gefragte Linie
Die Straßenbahnverbindung bis zum Alexanderplatz wird 100 Jahre alt
HEINERSDORF. Das Bezirksamt wird gemeinsam mit den Berliner Verkehrsbetrieben im Sommer den 100. Geburtstag der Straßenbahnverbindung zwischen Heinersdorf und Alexanderplatz feiern.
Die Straßenbahnlinie war im Jahre 1911 eröffnet worden. Der Alex war bis zum Mauerbau ein Schnittpunkt mehrerer Linien. Bis in die 50er-Jahre hinein war die Straßenbahn gemeinsam mit der S-Bahn das Rückgrat des städtischen Nahverkehrs. Die 1911 eröffnete Straßenbahnlinie führte zunächst von der Kronprinzenstraße, der heutigen Romain-Rolland-Straße, bis zur Uckermarkstraße in Schöneberg als Linie 72. Ab 1920 verkehrte sie dann als Linie 73 von Heinersdorf zum Dönhoffplatz in Mitte. Als die Linie von Heinersdorf über den Alex eingerichtet wurde, lag die Straßenbahnhaltestelle neben dem heutigen Ausgang der U-Bahnlinie 2, und zwar am Durchgang zwischen dem heutigen Kaufhof und dem Hotel Park Inn. Ab 1967 wurde der Straßenverkehr über den Alexanderplatz generell eingestellt. Immer wieder wurde in der Vergangenheit über die Einstellung der Straßenbahnverbindung diskutiert. Aber seit 2007 führt sie wieder als M 2 bis zum Alex.
Bereits vor zwei Jahren regten die Bezirksverordneten auf Antrag der CDU-Fraktion das Bezirksamt an, den 100. Geburtstag der Straßenbahnverbindung würdig zu begehen. Mit entsprechenden Aktionen soll vor allem darauf hingewiesen werden, wie wichtig diese Verbindung ins Stadtzentrum für die Heinersdorfer ist. Nun steht fest:, dass am 19. August BVG und Bezirk das Jubiläum mit einem Fest "100 Jahre Straßenbahn Heinersdorf – Alexanderplatz" feiern werden.
Der Bezirk wird aus diesem Anlass eine Ausstellung organisieren. Zu diesem Zweck habe man sich mit der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH in Verbindung gesetzt, berichtet der Stadtrat für öffentliche Ordnung, Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen). Diese hat eine Ausstellung "Die moderne Tram in Europa" gestaltet. Diese Schau soll im August und September an einem Ausstellungsort entlang der Linie M 2 gezeigt werden. Detailabsprachen dazu sowie zum Jubiläumsfest werde es laut Kirchner in den kommenden Wochen mit der BVG geben. BW
Berliner Abendblatt Nr. 12, 26.03.2011
Konzert
HEINERSDORF. Eine musikalische Entdeckungsreise ins Reich der Liebe erklingt am Sonnabend, dem 2. April, im Margarethensaal in der Romain-Rolland-Strasse 52. Zu Gast ist die norwegische Sopranistin Sissel Röder, begleitet von der Berliner Pianistin Cornelia Burdack.
Berliner Woche Nr. 12, 23.03.2011
Widerspruch oder Einklang?
HEINERSDORF. Zu einer Diskussion "Scharia und deutsches Grundgesetz – Widerspruch oder Einklang" lädt die Khadija Moschee in der Tiniusstraße 7 am 30. März um 19 Uhr ein. Referenten sind der Imam Abdul Basit Tariq, der CDU-Politiker Burkard Dregger und der Bundesvorsitzende
der Ahmadiyya Muslim Jamaat, Uwe Abdullah Wagishauser. Die Moderation übernimmt der SPD-Abgeordnete Rainer Michael Lehmann. Anmeldung per E-Mail an imamtariq@berlin.com.
Berliner Woche Nr. 12, 23.03.2011
Wechselvolle Geschichte
Film über Schönholzer Heide gedreht
HEINERSDORF. Junge Leute drehten in den vergangenen Monaten einen Film über die wechselvolle Geschichte der Schönholzer Heide.
Präsentiert wird der Dokumentarstreifen am 30. März um 20 Uhr im Heinersdorfer Nachbarschaftshaus "Alte Apotheke" in der Romain-Rolland-Straße 112. Initiiert wurde das Filmprojekt von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVNBdA). Ein halbes Jahr lang sind Pankower Jugendliche der Geschichte des Naherholungsgebiets Schönholzer Heide auf den Grund gegangen. Sie erforschten nicht nur die Geschichte des sowjetischen Ehrenmals. Sie ergründeten auch, welche Spuren das Zwangsarbeiterlager hinterlassen hat und was heute noch davon bekannt ist.
Um mehr zu erfahren, interviewten die Jugendlichen Zeitzeugen und recherchierten in Archiven. Mit den Informationen drehten sie einen Film, der alle Facetten der Parknutzung thematisiert. So befand sich in der Schönholzer Heide auch der Luna-Park. Zu DDR-Zeiten gab es eine Freilichtbühne, und heute befindet sich in der Parkanlage eine Kriegsgräberstätte. Gefördert wurde das Projekt aus dem Bundesprogramm "Vielfalt tut gut". Zur Filmpräsentation sind die jungen Filmemacher anwesend. BW
Berliner Morgenpost, 14.03.2011
Ausstellung: 100 Jahre Straßenbahnlinie zum Alex
PANKOW. Seit 100 Jahren fährt eine Straßenbahn zwischen Heinersdorf und dem Alexanderplatz. Das Jubiläum werde mit einer Feier am 19. August gewürdigt, teilte Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne) mit. Außerdem soll im August und September die Wanderausstellung "Die moderne Tram in Europa" gezeigt werden. Ein geeigneter Ort für die Schau wird entlang der Strecke M2 noch gesucht.
Berliner Woche Nr. 10, 09.03.2011
Aufgewachsen in Heinersdorf
HEINERSDORF. Im neuen Nachbarschaftshaus "Alte Apotheke" in der Romain-Rolland-Straße 112 findet am Dienstag, 15. März, um 20 Uhr der nächste Heinersdorfer Politikstammtisch statt. Zu Gast ist dieses Mal Dr. Werner Krätschell, Superintendent im Ruhestand. Er wird im Gespräch mit dem Moderator Uwe Müller über Erinnerungen an seine Heinersdorfer Kindheit und Jugend sprechen. Werner Krätschell, Jahrgang 1939, wuchs im Heinersdorfer Pfarrhaus auf. Sein Vater Eberhard Krätschell war von 1933 bis 1971 Pfarrer im Ortsteil. Das Tagebuch, das sein Vater während des Zweiten Weltkriegs schrieb, hat Werner Krätschell an diesem Abend dabei. Er wird unter anderem daraus vorlesen, aber auch über seinen eigenen Lebensweg berichten. Der Eintritt zum Stammtisch ist frei.
Berliner Woche Nr. 10, 09.03.2011
Tipps für die Erste Hilfe
HEINERSDORF. Wie sollte man seinem Kind helfen, wenn es sich verletzt. Tipps dazu gibt es am 16. März in einem Kurs "Erste Hilfe am Kind". Dieser findet von 19 bis 21.30 Uhr
im Nachbarschaftshaus in der Romain-Rolland-Straße 112 statt. Die Kinderkrankenschwester Editha Künzel bietet einen speziellen Erste-Hilfe-Kurs an. Anmeldung unter Tel. 0177 691 21 12 oder per EMail info@babyacademy.de.
Berliner Kurier, 07.03.2011
Berlins Kanalisation wird verlängert
Bauen gegen die Sickergrube
BERLIN. Blaue Gebiete – das hört sich nett an, aber in der Sprache der Wasserwerker sind sie eher igitt: Hier sind die Häuser nicht an die Kanalisation angeschlossen. Deshalb sind die Wasserbetriebe fleißig beim Bauen.
Rund 12 400 Berliner müssen ihre Abwässer vom Tankwagen abholen lassen: In Pankow, Marzahn-Hellersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick.
Seit 2009 und bis 2015 werden neun Siedlungsgebiete an die Abwasserentsorgung angeschlossen. 46 Millionen Euro geben die Wasserbetriebe dafür aus. In diesem Jahr werden in Pankow vier Abwasser-Pumpwerke errichtet.
Gegenwärtig werden die Häuser in den Umgebungen des Werks Triftstraße (Blankenburg) und der Station Schildower Straße (Blankenfelde) angebunden. Das wird knapp 700 Haushalte betreffen – die Wasserbetriebe rechnen mit 150 Euro Ersparnis pro Haushalt und Jahr, weil die Abfuhr entfällt. Danach entstehen Pumpwerke an der Gravensteinstraße (Buchholz Nord) und am Wildstrubelpfad (Heinersdorf). Die dann 154 Pumpwerke werden zentral aus der Abwasser-Zentrale in Friedrichshain (Holzmarktstraße) gesteuert.
Gerhard Lehrke
Berliner Abendblatt Nr. 9, 05.03.2011
Zirkus
HEINERSDORF. "Der Pfarrer und die Dompteuse": Unter diesem Motto berichten der Zirkuspfarrer und die berühmte Eisbäredompteuse über ihre Arbeit und Erlebnisse im Zirkus Krone. Zu Gast sind Doris und Martin Schaaf. Die Veranstaltung beginnt am 8. März um 19.30 Uhr im Margaretensaal der evangelischen Kirchengemeinde Heinersdorf in der Romain-Rollan-Straße 54. Der Eintritt ist frei.
Berliner Woche Nr. 9, 02.03.2011
Als Pfarrer im Zirkus
HEINERSDORF. Beim nächsten Heinersdorfer Vortrag ist am 8. März ein Zirkuspfarrer zu Gast. Im Margaretensaal in der Romain-Rolland-Straße 52 werden Martin und Doris Schaaff unter dem Motto "Der Pfarrer und die Dompteuse" aus ihrem Leben berichten. Während Doris Schaaff im Zirkus Krone mit ihren Eisbären auftrat, kümmerte sich ihr Mann als Pfarrer um das Seelenheil der Artisten, Clowns und Dompteure. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Berliner Woche Nr. 8, 23.02.2011 (Ausgabe Pankow)
Gefahr für das Zentrum?
PANKOW. Die Pläne der Unternehmensgruppe Höffner-Krieger, auf der Fläche des ehemaligen Rangier- und Güterbahnhofs Pankow ein großes Einkaufszentrum zu errichten, stoßen im Land auf wenig Gegenliebe. Wie berichtet will das Unternehmen auf der Fläche ein neues Möbelhaus errichten. Es soll den Standort in Wedding ersetzen, der aus allen Nähten platzt. Daneben soll auf der riesigen Brache aber noch ein neues Einkaufszentrum entstehen. Dieses lehnt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nach einem von ihr in Auftrag gegebenen Gutachten allerdings ab. Der frühere Bahnhof entlang der Granitzstraße ist vor 14 Jahren stillgelegt worden. Nach der Beräumung der Fläche liegen die 250 000 Quadratmeter brach. Ende 2009 kaufte Kurt Kriegers Unternehmensgruppe das Areal. Der rührige Unternehmer machte sich mit Möbel-Höffner bundesweit einen Namen. Seit einigen Jahren ist er aber auch Inhaber einer kleinen Projektentwicklungsgesellschaft.
Nun will er ein Einkaufszentrum auch in Pankow bauen. Damit entstünde aber eine unmittelbare Konkurrenz zum Pankower Zentrum. Dieses befindet sich aus Sicht der Stadtentwickler rund um die Breite und Berliner Straße. Ein neues Einkaufszentrum könnte dazu führen, dass dort Geschäfte dicht machen müssten, weil ihre Kundschaft abwandert. Des Weiteren schränke ein neues Center die Entwicklungschancen des Pankower Zentrums ein.
Kriegers Unternehmensgruppe gab indes ein eigenes Gutachten in Auftrag. Das kommt zu dem Schluss, dass es im Pankower Zentrum noch Angebotslücken gibt. Diese könnten mit dem neuen Center geschlossen werden. Es würde Kunden anziehen, die bisher noch zum Alexanderplatz fahren. Außerdem könnten vor allem Kunden aus dem Brandenburger Umland angezogen werden. Das alles würde dem Land Berlin eher Vorteile als Nachteile bringen.
Im Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung werden derzeit die Gutachten vom Senat und von Krieger bewertet. Außerdem wird über ein Verkehrskonzept für das Gelände diskutiert. In absehbarer Zeit ist also nicht mit konkreteren Planungen zu nehmen. BW
Berliner Woche Nr. 8, 23.02.2011
Heinersdorf gemalt
HEINERSDORF. Seit einem Jahr findet im Nachbarschaftshaus Heinersdorf wöchentlich ein Malkurs statt. Einige der schönsten Werke wie Bilder vom Wasserturm, von der Kirche und der Rennbahnvilla sind nun auf Postkarten erhältlich. Sie können im Nachbarschaftshaus Alte Apotheke, Romain-Rolland-Straße 112, erworben werden. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich auch selbst künstlerisch ausprobieren. Der Malkurs findet dienstags ab 17 Uhr statt.
Hallo Nachbar, Magazin der Gesobau, Ausgabe 2/2011
»Alte Apotheke« eröffnet
Vor gut einem Jahr übergab die GESOBAU
dem Verein Zukunftswerkstatt in
Heinersdorf die Gewerberäume der
»Alten Apotheke«. Bis zur offiziellen
Eröff nung am 25. März, unter anderem
mit dem Pankower Bürgermeister Matthias
Köhne, investierte der Verein 500 Stunden
ehrenamtliche Arbeit und 100.000 Euro,
um das alte Gemäuer in ein komfortables,
behindertengerechtes Nachbarschaftszentrum
umzubauen. In den neuen Räumen ist
nun noch mehr Platz für das umfangreiche
Angebot für Groß und Klein, Alt und Jung.
Neben seinen »Innenaktivitäten« engagiert
sich der Verein Zukunftswerkstatt am Dorffest,
mischt mit bei der Entwicklung des
Stadtteils und schafft Potenziale Zuziehender
für den Ortsteil – gelungene und
gelebte Integrationsarbeit eben! Der Verein »Zukunftswerkstatt Heinersdorf« entstand
2007 und machte sich vor allem einen
Namen mit seinen Veranstaltungen für
Toleranz und Miteinander im Ortsteil
Heinersdorf. Mittlerweile hat der Verein
zahlreiche Preise für sein Engagement erhalten.
Mehr zu den Akteuren und Aktivitäten
erfahren Sie unter:
www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de
Berliner Woche Nr. 7, 16.02.2011
Alte Apotheke neuer Standort
HEINERSDORF. Am 19. Februar zieht das Nachbarschaftshaus Heinersdorf von seinem bisherigen Standort in die Alte Apotheke in der Romain-Rolland-Straße 112 um. Ab 21. Februar ist dort dann ganz offiziell das neue Nachbarschaftszentrum. Alle Kurse und Veranstaltungen finden nur noch in der Alten Apotheke statt. Weitere Infos unter www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Berliner Woche Nr. 7, 16.02.2011
Lesung im Margaretensaal
HEINERSDORF. Eine Lesung "Winterliche Fundstücke einer literarischen Reise" gibt es am 19. Februar um 18 Uhr
mit dem Schauspieler Karl-Heinz Barthelmeus im Margaretensaal, Romain-Rolland-Straße 54. Eintritt: acht Euro.
Berliner Woche Nr. 6, 09.02.2011
Wer hilft mit beim Umzug?
HEINERSDORF. Die Zukunftswerkstatt Heinersdorf zieht am 19. Februar von der Berliner Straße 5 in die Alten Apotheke in der Romain-Rolland-Straße 112 um. Dazu sind freiwillige Helfer willkommen. Unter anderem sind Kisten zu packen, Regale und andere Möbel auseinander- und später wieder zusammenzubauen, Lampen anzuhängen und vieles andere mehr. Der Arbeitseinsatz findet von 10 bis 13 Uhr statt. Weitere Informationen gibt es unter www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Berliner Zeitung, 04.02.2011
18 000 Besucher in Moschee
Bau war umstritten
Die Khadija-Moschee in Heinersdorf ist seit ihrer Eröffnung im Oktober 2008 von rund 18 000 Gästen besucht worden. Das sagte der Imam der Ahmadiyya-Gemeinde, Abdul Basit Tariq. Der Bau der Moschee als erste im Osten hatte zu Kontroversen geführt. Vor allem in der unmittelbaren Nachbarschaft hatten sich Bürger dagegen organisiert. Es gab Anschläge. Tariq zufolge hat sich die Mehrheit der Bürger nun mit der Existenz des Gemeindezentrums arrangiert. Der öffentliche Kinderspielplatz werde rege genutzt. Viele Bürger kämen zu Kaffeetafeln. Die Polizei nutzt die Räume für dienstliche Schulungen zum Islam. (dapd)
Berliner Woche Nr. 5, 02.02.2011 (Ausgabe Pankow)
Viele Taler gesammelt
Veolia-Stiftung unterstützt Projekte unerwartet mit Geldsegen
PANKOW. Über einen Geldregen gleich zum Jahresbeginn können sich 19 gemeinnützige Projekte aus dem Bezirk freuen.
Dafür sorgt die Veolia-Stiftung. Diese feiert ihren zehnten Geburtstag. Aus diesem Anlass stellte das Unternehmen Veolia Environnement neben dem jährlichen Förderbudget zusätzliche 100 000 Euro zur Verfügung. "Dieses Geld wollten wir natürlich an Berliner Projekte weitergeben", sagt die Geschäftsführerin der Stiftung, Sylke Freundenthal.
2011 ist das Europäische Jahr des Ehrenamtes. Deshalb entschloss sich die Stiftung, eine ungewöhnliche Förderaktion ins Leben zu rufen. Ende 2010 legte sie Berliner Zeitungen Postkarten mit Stiftungstalern bei. Die Leser waren aufgerufen, diese Taler bei Projekten vorbeizubringen, die ihnen besonders am Herzen liegen. Jeder Taler hatte einen Gegenwert von zehn Euro. "Wir wollten damit auf einzelne Projekte in den Kiezen aufmerksam machen. Außerdem hofften wir, dass sich einige beim Besuch von Einrichtungen auch überlegen, ehrenamtlich dort aktiv zu werden", sagt Sylke Freundenthal. Insgesamt 15 000 Stiftungstaler wurden in ganz Berlin bei Projekten abgegeben. In Pankow waren es mit 3500 nicht nur überproportional viele, sondern dort erhalten mit 19 Projekten auch die meisten eine Förderung. Stattliche 20 000 Euro, also ein Fünftel des gesamten Aktionsbudgets, fließt in den Bezirk.
Bürgermeister Matthias Köhne (SPD) ist davon überzeugt, dass das drei Gründe hat. "Das zeigt, dass es in Pankow ungewöhnlich viele gemeinnützige Projekte gibt. Zweitens: Hier leben ungeheuer viele engagierte Bürger. Und drittens: Die Menschen identifizieren sich auch mit den Projekten." Vor wenigen Tagen konnten Vertreter der Projekte für ihre Taler die Schecks entgegennehmen.
Fast alle wissen schon genau, was sie mit dem zusätzlichen Geldsegen tun werden. Im Pankower Kinderhospiz Sonnenhof werden die 1000 Euro zum Beispiel in den Ausbau von vier neuen Zimmern für unheilbare Kinder und Jugendliche mit investiert. Die Heinersdorfer Zukunftswerkstatt verwendet ihre 1350 Euro für den Ausbau ihres neuen Nachbarschaftszentrums Alte Apotheke. Der Vätertreff in Prenzlauer Berg schafft mit seinen 1350 Euro neues Spielzeug an. Der Verein "Miteinander – Füreinander" finanziert mit 1350 Euro den Betrieb in der Museumsausstellung "Zimmermann Brunzel baut ein Haus" in der Dunckerstraße 77. Und der Verein Stadtgut Blankenfelde wird seine 1350 Euro in den weiteren Ausbau des früheren Stadtguts investieren. BW
Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten gibt es im Internet unter www.gemeinsam-sind-wir-berlin.de
Berliner Woche Nr. 5, 02.02.2011
Neuer Treff für Familien
HEINERSDORF. Die Zukunftswerkstatt veranstaltet ein regelmäßiges Eltern-Kind-Café. Es findet montags ab 16 Uhr in der Berliner Straße 5 statt. Außerdem trifft sich an gleichem Ort mittwochs um 10 Uhr eine Krabbelgruppe. Dazu sind Eltern mit Kindern bis zu zwei Jahre willkommen. Weitere Informationen und Anmeldung unter Tel. 21 98 29 70 und per EMail an info@zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.
Berliner Woche Nr. 5, 02.02.2011
Patchwork erlernen
HEINERSDORF. Zu einem Patchwork-Kurs lädt das Nachbarschaftshaus Heinersdorf in der Berliner Straße 5 ein. Jeden Montag von 18 bis 20 Uhr können die Teilnehmer des Handarbeitszirkels mehr über diese kreative Technik erfahren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wem es gefällt, kann die Arbeit des Nachbarschaftshauses aber mit einer kleinen Spende unterstützen. Weitere Informationen bei Ingrid Gödecke unter Tel. 47 00 56 59.
Berliner Woche Nr. 4, 26.01.2011
Kinder lernen sich behaupten
HEINERSDORF. Unter dem Motto "Sicher und stark" veranstaltet der Verein Zukunftswerkstatt Heinersdorf einen Gewaltpräventions- und Deeskalationskurs für Kinder. In diesem Kurs sollen sie lernen, wie sie sich in brenzligen Situationen behaupten können. Egal, ob man von Mitschülern geärgert wird oder es mit unangenehmen Erwachsenen zu tun bekommt, wenn man selbstbewusst auftritt oder seinen Standpunkt verteidigt, kann man auch kritische Situationen meistern. Tipps und Tricks dazu werden in dem Kurs der Zukunftswerkstatt Heinersdorf vermittelt. Für alle Kinder zwischen elf und 14 Jahren findet der Kurs am 12. und 26. Februar, für Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren am 5. und 6. März statt. Den genauen Termin erfahren die Eltern, wenn sie ihre Kinder per E-Mail an nbh@zukunftswerkstatt-heinersdorf.
de oder direkt im Nachbarschaftshaus in der Berliner Straße 5 anmelden.
Berliner Woche Nr. 3, 19.01.2011
Stammtisch mit Bürgermeister
HEINERSDORF. In der Reihe "Politikstammtisch statt Stammtischpolitik" veranstaltet der Verein Zukunftswerkstatt Heinersdorf am Dienstag, 25. Januar, um 20 Uhr seine nächste Diskussionsrunde. Zu Gast ist dieses Mal der Pankower Bürgermeister Matthias Köhne (SPD). Das Thema des abendlichen Stammtisches lautet "Bürgerbeteiligung und bürgerschaftliches Engagement".
Berliner Zeitung, 15.01.2011
Alles eine Nummer kleiner
Der Höffner-Chef Kurt Krieger will ein großes Einkaufszentrum im Norden von Pankow bauen. Doch der Senat lehnt das ab
Stefan Strauss
Am Ende helfen Kurt Krieger nicht mal seine düsteren Zukunftsvisionen. Dass etwa die Menschen ihre Waren nur noch zu Hause im Internet bestellen oder ihr Geld in den großen Einkaufsmärkten im Umland ausgeben, auf der grünen Wiese statt in Berlin.
Dem Unternehmer Kurt Krieger gehören in Deutschland 16 Häuser seiner Möbelkette Höffner, drei davon in Berlin, ebenso der Möbeldiscounter Sconto und auch die Hälfte von Möbel-Kraft. Krieger hat große Grundstücke gekauft in Oberschöneweide und am ehemaligen Güterbahnhof Grunewald. Doch am wichtigsten ist dem 63-jährigen Unternehmer zurzeit das 40 Hektar Gelände des früheren Rangierbahnhofs Pankow. Dort will Krieger ein riesiges Einkaufszentrum und ein neues Möbelhaus bauen. Das Gelände des früheren Bahngeländes liegt verkehrstechnisch ideal zwischen der Autobahn an der Prenzlauer Promenade und dem U- und S-Bahnhof Pankow. Seit 14 Jahren ist das Areal eine Brache, seit zwei Jahren wirbt Krieger beim Senat und dem Bezirk für seine Pläne auf dem Gelände. "Das ist eine große Chance für den Bezirk und Berlin", sagt er.
In drei Bereiche hat Krieger das Gelände eingeteilt. Am U- und S-Bahnhof Pankow an der Berliner Straße soll ein großer Stadtplatz entstehen, mit Wohnhäusern, Büros, einer Bibliothek und einer Schule mit Turnhalle, Platz wäre dort für 1200 Kinder. Im mittleren Teil würde Krieger einen Park einrichten, thematisch gestaltet nach den 13 Pankower Ortsteilen, eine Freilichtbühne und ein Sportplatz gehören dazu.
Im östlichen Bereich soll es großflächigen Einzelhandel geben, ein Einkaufs- und Gewerbezentrum mit 40000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Das ist etwas größer als der Kaufhof am Alexanderplatz. Bekleidung, Schuhe, Lederwaren könnten dort verkauft werden. Auch ein Gartencenter und einen Baumarkt will er errichten und ein Möbelhaus mit Parkplätzen für Hunderte Autos. Bis zu einer Million Kunden, vor allem aus dem nördlichen Teil Brandenburgs, könnten jährlich kommen und Millionenumsätze garantieren.
Doch im Senat stößt Krieger mit seinen Plänen auf Widerspruch. Damit ein neues Einkaufszentrum in dieser Größenordnung genehmigt wird, müsste es schon "ganz gewichtige Gründe geben", sagt Thorsten Tonndorf von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Die Senatsstrategie sieht vor, bestehende Einkaufszentren weiterzuentwickeln, aber keine neuen entstehen zu lassen. Das führe zu einer "Kannibalisierung der Standorte". Ein Möbelhaus könne Krieger bauen, aber kein Shoppingzentrum.
Der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, hat für die bestehenden Läden und Zentren in Pankow hingegen keine Bedenken. "Im nördlichen Bereich wird es weitere Entwicklungen geben. Und ein Modell auf der grünen Wiese wollen wir nicht." Kurt Krieger muss nun weiterverhandeln, so wie in den vergangenen Jahren.
Berliner Woche Nr. 2, 12.01.2011
Als Weißensee neue Ortsteile bekam
Vor 25 Jahren wurde Bezirk neu strukturiert
WEISSENSEE. Im Januar vor 25 Jahren fand im damaligen Bezirk Weißensee eine kleine Verwaltungsreform statt.
Anfang der 80er-Jahre begannen im Rahmen des Ost-Berliner Wohnungsbauprogramms im damals noch zu Weißensee gehörenden Ortsteil Hohenschönhausen umfangreiche Bauarbeiten. Es entstand ein Neubaugebiet mit Tausenden neuen Wohnungen. Der Ost-Berliner Magistrat entschied, aus dem Ortsteil einen eigenständigen Bezirk zu machen. Gemeinsam mit den Ortsteilen Wartenberg, Falkenberg und Malchow wurde am 1. Oktober 1985 der Bezirk Hohenschönhausen gegründet. Weißensee hatte danach aber zu wenige Einwohner, um als eigenständiger Bezirk weiter existieren zu können. Darum entschied der Magistrat, die bislang zu Pankow gehörenden Ortsteile Heinersdorf, Blankenburg und Karow in den Bezirk Weißensee einzugliedern. Die drei "neuen" Ortsteile waren wie Weißensee früher Märkische Dörfer, die im 13. Jahrhundert gegründet wurden. Im Ortsteil Karow gab es dann ab 1994 ebenfalls ein reges Baugeschehen. Im Norden entstanden etwa 5000 neue Wohnungen. Damit wuchs die Bevölkerungszahl des Bezirks Weißensees noch weiter an.
Doch lange blieb es nicht bei der neuen Konstellation. Vor zehn Jahren, im Januar 2001, fusionierte er mit den bisherigen Bezirken Prenzlauer Berg und Pankow zum heutigen Bezirk Pankow. Heute ist Weißensee einer von insgesamt 13 Pankower Ortsteilen, wie auch Blankenburg, Karow und Heinersdorf. BW
Berliner Woche Nr. 2, 12.01.2011
Wer möchte mittanzen?
HEINERSDORF. "Folkstanz" heißt ein Kurs im Nachbarschaftshaus in der Berliner Straße 5. Am 13. Januar ab 18.30 Uhr haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Folkloretänze aus aller Welt kennenzulernen. Wer teilnehmen möchte, bringt bequeme Schuhe und luftige Kleidung mit. Um einen Unkostenbeitrag von acht Euro wird gebeten. Infos bei Ralf Müller unter Tel. 21 98 29 70 und www.folkwiese.de.
Berliner Woche Nr. 2, 12.01.2011
Gartenfreunde treffen sich
HEINERSDORF. Der Verein Zukunftswerkstatt Heinersdorf hat eine Gartengruppe ins Leben gerufen. Diese trifft sich unter dem Motto "Naturnah gärtnern – ein Erfahrungsaustausch" am 18. Januar um 19 Uhr zum ersten Mal im Nachbarschaftshaus in der Berliner Straße 5. In dieser Gruppe wird über Möglichkeiten, Vorteile und Probleme beim Anlegen und Bewirtschaften eines naturnahen Gartens diskutiert. Geplant ist, dass sich die Gruppe
an jedem dritten Dienstag im Monat um 19 Uhr trifft.
